Wer ein Winterabo kauft, bekommt den Sommer mit

45 Minuten Fahrzeit trennen Wildhaus und Grüsch-Danusa. Doch nun spannen die beiden Familiensportgebiete zusammen. Damit ist auch bereits der Grund für die Kooperation genannt: Sie haben dasselbe Zielpublikum.

Regula Weik
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Der «Top of Kids»-Verbund ist offen für weitere Partner. (Bild: PD)

Der «Top of Kids»-Verbund ist offen für weitere Partner. (Bild: PD)

Neu bieten die beiden ein Jahresabonnement für Familien an; es kostet für zwei Erwachsene inklusive Kinder bis 12 Jahre knapp 1400 Franken. Die beiden Gebiete wollen künftig gezielt mit «Top of Kids» werben. Von der gegenseitigen freien Fahrt profitieren aber auch alle andern Besitzer eines Winterabonnements.

Die Zusammenarbeit der beiden Unternehmen sei keineswegs aus der Not geboren. Es hätten sich nicht «zwei Lahme» gefunden, sagt Urs Gantenbein, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Bergbahnen Wildhaus AG. Die beiden Unternehmen seien finanziell gesund. Wildhaus verfügt über drei Millionen liquide Mittel, Grüsch-Danusa über zwei Millionen. Der Eigenfinanzierungsgrad des Toggenburger Unternehmens beträgt 70 Prozent, jener des Prättigauer Unternehmens 60 Prozent.
Die Wildhauser warten mit einer weiteren Neuigkeit auf: Besitzer einer Wintersaisonkarte für eines der beiden Gebiete können künftig auch im Sommer die Sesselbahn ins Oberdorf und jene auf die Gamsalp gratis benützen. Und jede Besitzerin, jeder Besitzer eines Winterabonnements kann damit einmal gratis den Freizeitpark Conny-Land in Lipperswil besuchen.

Die beiden Unternehmen erhoffen sich natürlich neue Gäste vom gemeinsamen Angebot. In erster Linie dürften aber Gäste profitieren, die bereits in den vergangenen Jahren für eines der Gebiete eine Saisonkarte gekauft hatte. Die ausfallenden Einnahmen im Sommer glauben die Wildhauser wettzumachen, denn: Wer ein Abo in der Tasche hat, geht auch bei halbbatzigen Wetter raus – und dafür vielleicht öfter ins Restaurant. Die Wildhauser Bergbahnen wie auch jene von Grüsch-Danusa betreiben auch die Gastronomie im Gebiet selber.
Der «Top of Kids»-Verbund kann erweitert werden. Die beiden Unternehmen sind offen für weitere Partner.