Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Wer besucht eigentlich das St.Galler Open Air? Es sind diese sechs Typen von Besuchern

Zum ersten Mal im Sittertobel, alter Routinier oder Heimschläfer: Am St.Galler Open Air tummeln sich in den nächsten Tagen verschiedene Arten von Besuchern. Wer sie sind - erfahren Sie es in unserer Besucher-Typologie.
Christof Krapf

Die Klassischen

(Bild: Christof Krapf)

(Bild: Christof Krapf)

Ihre Open-Air-Erfahrungen reichen im Minimum zehn Jahre zurück. Natürlich essen die "klassischen Open-Air-Besucher" nicht an einem Essensstand, sondern kochen während des Festivals über dem offen Feuer. Seien es Dosenravioli, Bratwürste oder Pasta: Der routinierte Open-Air-Besucher bringt natürlich seine eigenen Kochtöpfe mit ins Sittertobel. Manche berichten gar von zu Grills umfunktionierten Einkaufswagen. Eine grosse Kerze sorgt bei der Besucherin oben im Bild am Abend für die richtige Stimmung. Campingsessel und Schlafsack werden natürlich ebenfalls in Tobel geschleppt. Für die klassischen Open-Air-Besucher ist die Übernachtung auf dem Gelände Pflicht - auch wenn sie in der nahen Umgebung wohnen.

Die Neulinge

(Bild: Christof Krapf)

(Bild: Christof Krapf)

Wer zum ersten Mal im Sittertobel ist, macht so manchen Fehler: Converse-Schuhe sind für den berühmt-berüchtigten St.Galler Schlamm beispielsweise denkbar ungeeignet. Hier braucht es Gummistiefel oder die fürs Open Air praktischen Kampfstiefel der Armee. Danke, Guy Parmelin! Zudem outet sich jeder, der mit einem Rollkoffer ans Open Air kommt, als Anfänger. Solche Besucher zelten meist im steilen Gelände und besuchen öfter den Bacardi-Dome. Aber keine Angst: Im nächsten Jahr sind sie bereits um eine Erfahrung reicher und wissen, wie das Sittertobel funktioniert. Aller Anfang ist schwer.

Die Heimschläfer

«Es reist sich am besten mit leichtem Gepäck», das sang bereits die deutsche Band Silbermond. Die Heimschläfer sind am Open Air St.Galler zahlreich - die meisten Ostschweizer schenken sich die Nacht im Tobel und kommen lieber am nächsten Tag frisch geduscht und verpflegt zurück auf das Gelände. Schliesslich geht nichts über einen gemütlichen Open-Air-Brunch in den eigenen vier Wänden. In den Schultersäcken der Heimschläfer befinden sich meist genug Getränke für einen Abend. Meist sind diese Besucher ehemalige «Klassische Besucher», denen die Zelterei zu anstrengend geworden ist. Man wird ja schliesslich älter.

Die Routiniers

(Bild: Christof Krapf)

(Bild: Christof Krapf)

Im Gegensatz zu den «klassischen Besuchern» schenken sich die Routiniers das lange Anstehen. Sie verfügen meist über liebe Kolleginnen und Kollegen, die ihnen Zelt und Pavillon aufstellen. Das erlaubt es den Routiniers, den Sturm des Geländes locker zu nehmen und zwischendurch an einem Stand auf ein Bier einzukehren. Aufbauarbeiten überlassen sie den anderen.

Die Routiniers wissen zudem, dass es keinen Sinn ergibt, Esswaren ans Open Air mitzubringen. Sie sind auch nicht wegen der Musik im Sittertobel. Meist verpassen sie sowieso den Grossteil der Bands, die sie vor dem Open Air als Pflichttermin fett im Open-Air-Programm angekreuzt haben. Denn: Der Routinier trifft im Sittertobel alte Freunde und verhockt mit denen in der Habsburg, dem Latino-Zelt, der Siebenschläfer-Bar oder im Jack-Daniels-Zelt.

Die Topmotivierten

Das St.Galler Open Air ist bei ihnen fett in der Agenda angestrichen. Ein normaler Zeltplatz reicht diesen Besuchern allerdings nicht - etwas Spezielles soll es schon sein. So wie bei dieser Gruppe: Sie schleppt mit 14 Leuten gegen 1,5 Tonnen Material ins Sittertobel und baut eine spezielle Behausung mit Podest und Dach über dem Kopf. Kein Wunder sind sie am ersten Tag des Open Airs für weitere Auskünfte zu sehr im Stress. Ein solches Ungetüm will schliesslich aufgebaut werden.

Die Auswärtigen

Von weiter her - wie in unserem Beispiel aus dem Kanton Zug - sind sie angereist. Für vier Tage Open Air haben sie alles mitgebracht: Rollkoffer, Liegestühle und Kühlbox. Die Rollkoffer verzeihen wir St.Galler den Zugern, Aargauern und Zürcher natürlich - wir sind schliesslich nett.

Diese Besucher kennen meist die Grundregeln des Open Airs nicht. Diese lauten, für alle Auswärtigen zusammengefasst: Man badet im oberen Teil der Sitter, in St.Gallen regnet es an jedem Open Air, deshalb braucht es gutes Schuhwerk. Und sowieso ist man im Sittertobel wegen der Stimmung und nicht wegen der Musik.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.