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Weniger Steuern, aber höhere Mieten

Bruttoeinkommen Ein Lediger, unselbstständig Erwerbender mit einem Bruttoeinkommen von 100000 Franken lieferte 2016 im ausserrhodischen Hundwil 14,45 Prozent seines Einkommens an Kantons-, Gemeinde- und Kirchensteuern an den Fiskus ab, in Teufen kommt er mit 11,60 Prozent davon (siehe Tabelle). Würde er nach Innerrhoden wechseln, wären die Unterschiede kleiner: 9,97 Prozent in Appenzell, 12,09 Prozent in Oberegg. Im Kanton St. Gallen käme er mit 12,10 Prozent in der Gemeinde Mörschwil davon, während er in Degersheim 17,19 Prozent abliefern müsste. Im Thurgau bittet die Gemeinde Bottighofen ihren Bürger «nur» mit 10,54 Prozent zur Kasse, in Arbon sind es 14,60. Natürlich entscheidet nicht nur die Steuerbelastung über die Lebenshaltungskosten an einem Wohnort. Für Spitzenverdiener spielt sie eine wichtige Rolle, für die grosse Mehrheit fallen hingegen Wohnkosten oder Krankenkassenprämien stärker ins Gewicht.

Ein relativ stabiles Steuersystem

Dass es sowohl bei den Auswertungen nach Kantonshauptorten beim Tax Freedom Day wie auch bei den kantonalen Vergleichen der Steuerbelastung nach Gemeinden meist bei der gleichen Rangordnung bleibt, erklärt Flavio Büsser, Generalsekretär beim Finanzdepartement des Kantons St. Gallen, mit einem «relativ stabilen System», das nicht von Jahr zu Jahr ändert. Im Kanton St. Gallen hat Mörschwil seit Jahren eine deutlich geringere Steuerbelastung als das grössere Degersheim und damit einen Trumpf in der Hand. Das hängt mit der Steuerkraft zusammen – die ist in Mörschwil mit 4027 Franken pro Einwohner 2,6-mal so hoch wie in Degersheim (1542).

Andererseits liegen die Mietpreise deutlich höher als in Degersheim; und der Wohnungsmarkt ist ausgetrocknet – seit 2010 liegt die Leerwohnungsziffer unter einem Prozent. In den letzten 35 Jahren war das wanderungsbedingte Wachstum in Mörschwil deutlich grösser als in Degersheim, das bis etwa 1993 mit Mörschwil markant gewachsen ist. Seitdem verharrt der Bevölkerungsstand bei rund 4000 Personen. In Mörschwil hielt das Wachstum bis etwa 2000 an, verlangsamte sich dann und kam in den letzten Jahren zum Stillstand. (cz)

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