Weniger Schnellzüge und S-Bahnen: Ein Überblick über den Krisenfahrplan in der Ostschweiz

Ab dem 19. März wird der öffentliche Verkehr in der Schweiz wegen des Corona-Virus massiv reduziert. In der Ostschweiz fallen diverse Fernverkehrsverbindungen und S-Bahnen weg.

Adrian Vögele
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Bahnpassagiere müssen ab nächster Woche mit deutlich weniger Schnellzügen zwischen Zürich und der Ostschweiz rechnen.

Bahnpassagiere müssen ab nächster Woche mit deutlich weniger Schnellzügen zwischen Zürich und der Ostschweiz rechnen.

Urs Bucher

Endstation Zürich: Das gilt ab dem 23. März für mehrere Schnellzüge, die normalerweise bis in die Ostschweiz fahren. Von Zürich nach St.Gallen verkehren eigentlich drei bis vier Fernverkehrszüge pro Stunde, in den Thurgau sind es zwei. Wegen der Corona-Krise müssen die SBB dieses Angebot nun ausdünnen. Auch auf den Regionallinien gibt es diverse Einschränkungen. Hier die wichtigsten Änderungen in der Übersicht – die Angaben gelten jeweils für beide Richtungen der Verbindung:

Ab Montag, 23. März:

  • Der stündliche Interregio 75 von Luzern endet in Zürich – er fährt nicht mehr weiter nach Konstanz. 
  • Der Interregio 37 von Basel endet in Zürich und wird nicht mehr nach St.Gallen verlängert. 
  • Der Voralpen-Express St.Gallen–Luzern verkehrt weiterhin im Stundentakt, jedoch ohne Verstärkungen zwischen Rapperswil und St.Gallen.
  • Die S3 St.Gallen–Rorschach–St. Margrethen entfällt.
  • Die S5 Weinfelden–Bischofszell–St.Gallen verkehrt im Stundentakt.
  • Die S14 Weinfelden–Kreuzlingen–Konstanz verkehrt im Stundentakt.
  • Die S81 St.Gallen–Herisau entfällt.
  • Die S82 St.Gallen–Wittenbach entfällt.
  • Der Regioexpress Konstanz–St.Gallen–Herisau entfällt.
  • Auf sämtlichen Linien der Appenzeller Bahnen fahren die Züge im Stundentakt.
  • Die Frauenfeld-Wil-Bahn reduziert den Betrieb ebenfalls auf einen Stundentakt.

Ab Donnerstag, 26. März:

  • Der Intercity 1 von Genf-Flughafen endet in Zürich und fährt nicht weiter nach St.Gallen. 
  • Die S10 Wil–Weinfelden–Romanshorn verkehrt im Stundentakt.
  • Die S35 Winterthur–Wil verkehrt tagsüber nicht mehr, in den Abendstunden und am Wochenende fährt sie im Stundentakt.

Weil die Passagierzahlen massiv gesunken sind, verkehren viele der verbleibenden Züge in verkürzter Form. «Die Dimensionierung der Zugskompositionen wird der Frequenznachfrage angepasst», heisst es etwa bei der Südostbahn.

Keine Nachtzüge und Nachtbusse mehr

Bereits am 19. März haben die SBB mehrere Änderungen in Kraft gesetzt: Zusatzzüge im Fernverkehr während der Hauptverkehrszeit fallen aus, Nachtzüge verkehren nicht mehr, Bahnhöfe werden zusätzlich auch am Wochenende in der Nacht geschlossen. Internationale Züge innerhalb der Schweiz fahren zudem nur bis zur Grenze.

Auch im Regionalverkehr in der Ostschweiz sind die Nachtzüge und Nachtbusse ab 20. März eingestellt.

Weitere Änderungen bleiben vorbehalten. Die Bahnunternehmen empfehlen Passagieren dringend, kurz vor der Reise den Online-Fahrplan zu konsultieren.