Weniger Fänge im Zürichsee

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Fischerei Den Berufsfischern am Zürichsee sind 2016 ein Viertel weniger Fische ins Netz gegangen als im Durchschnitt des vergangenen Jahrzehnts. Besonders die Fänge von Felchen und Albeli, die für die Berufsfischer wirtschaftlich wichtig sind, hätten erneut stark abgenommen, teilt die St. Galler Staatskanzlei mit. Konkret meldete die Fischereikommission für den Zürichsee, Linthkanal und Walensee für 2016 den Fang von 188 Tonnen Fisch, 30 Tonnen weniger als im Vorjahr. Im Linthkanal waren es noch 600 Kilogramm Fisch – der tiefste Fangertrag seit Beginn der Aufzeichnungen 1940. Von der Renaturierung der Linth habe man eine Verbesserung der Fischbestände erwartet. Doch bisher hätten sich die Veränderungen noch nicht in den Fängen niedergeschlagen.

Es gibt auch positive Entwicklungen. So werde das renaturierte Ufer der Linth von Jungäschen intensiv genutzt. Weil nun die Voraussetzungen für eine Wiederansiedlung der Nase (ein Fisch der Karpfenfamilie) erfüllt sind, wurden 2015/16 rund 45000 junge Nasen ins Wasser gesetzt. Im System des Zürichsees/Linthkanals/Walensees war die Nase zuvor 20 Jahre lang nicht mehr nachgewiesen worden. (sda)