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Weniger Besucher an der Olma

Die Olma hat während elf Tagen 365 000 Besucher angelockt. Das sind 10 000 weniger als im vergangenen Jahr. Die Polizei ertappte mehr Wildpinkler. Grössere Zwischenfälle gab es keine.
Patrick Baumann
Über 90 Prozent der Besucherinnen und Besucher waren mit Angebot und Stimmung an der Olma zufrieden. (Bild: Hanspeter Schiess)

Über 90 Prozent der Besucherinnen und Besucher waren mit Angebot und Stimmung an der Olma zufrieden. (Bild: Hanspeter Schiess)

Die 74. Ausgabe der Schweizer Messe für Landwirtschaft und Ernährung hat gestern ihre Tore geschlossen. Nachdem sich die Anzahl verkaufter Eintritte in den vergangenen beiden Jahren stabilisiert hatte, verzeichnete die Olma in diesem Jahr einen Publikumsrückgang um drei Prozent. Gemäss Medienmitteilung wurden während der elf Messetage 365 000 Eintritte verkauft. Das sind 10 000 weniger als im vergangenen Jahr. Zum Vergleich: Im Jahr 2012 konnten noch 390 000 Eintritte abgesetzt werden.

«Zum jetzigen Zeitpunkt können wir uns diesen Rückgang nicht erklären», sagt Nicolo Paganini, Direktor der Olma Messen St. Gallen. «Wir hatten ein attraktives Programm und gutes Messewetter». In den nächsten Tagen werde man deshalb analysieren, welche Gründe für den Publikumsrückgang ausschlaggebend waren. Wirtschaftlich sei der Rückgang bei den verkauften Eintritten zu verkraften. «Für die Aussteller ist es aber wichtig, dass die Messe viele potenzielle Kunden anzieht. Deshalb liegt eine Umkehr dieser Tendenz auch in unserem langfristigen Interesse.» Im Hinblick auf die Olma 2017 zeigt sich Paganini zuversichtlich: «Mit dem Olma-Jubiläum und dem grossen und nahegelegenen Gastkanton Thurgau als Ehrengast ergibt sich ein grosses Besucherpotenzial.»

Zufriedene Besucher und eine neue Attraktion

Die von der Olma durchgeführte Besucherumfrage zeigt ein deutliches Ergebnis: Über 90 Prozent der 1200 befragten Personen beurteilten das Angebot und die Stimmung der Messe als gut bis sehr gut. Die Rückmeldungen der über 600 Aussteller zeichnen hingegen kein eindeutiges Bild. «Einige Aussteller sprachen mir gegenüber von einer eher verhaltenen Olma. Andere wiederum schwärmten von guten Geschäften», sagt Paganini.

Mit grossem Interesse wurde der erstmals präsentierte Freilaufstall mit 33 Kühen und Melkroboter aufgenommen. Auch die Sonderschau «Die Feuerwehr in der Schweiz und in Liechtenstein» mit Demonstrationen in der Arena lockte zahlreiche Besucherinnen und Besucher an. Das Organisationskomitee des Ehrengasts aus dem Fürstentum Liechtenstein zeigt sich in einem Communiqué zufrieden mit dem Auftritt und zieht eine positive Bilanz.

Mehr Bussen wegen öffentlichen Urinierens

Die Olma verlief ohne nennenswerte Zwischenfälle. «Es war eine friedliche und ruhige Veranstaltung», sagt Paganini. Die neu eingeführten Kontrollen von Rucksäcken und Taschen seien gut aufgenommen worden.

Auch die Stadtpolizei St. Gallen zieht in einer Mitteilung eine grundsätzlich positive Bilanz für Olma und Herbstjahrmarkt. Dies trotz Sachbeschädigungen und mehr Wildpinklern. In diesem Jahr wurden 66 Bussen wegen öffentlichen Urinierens ausgestellt. Im vergangenen Jahr waren es 43. In Bezug auf aggressives Verhalten oder Tätlichkeiten musste die Stadtpolizei nicht öfter ausrücken als im vergangenen Jahr. Gemäss Mitteilung sei es zu keinen Zwischenfällen mit schweren Folgen gekommen.

Die Stadtpolizei musste in diesem Jahr weniger Bussen wegen Falschparkierens ausstellen. Bis gestern morgen wurden total 637 Personen gebüsst. Im vergangenen Jahr waren es im gleichen Zeitraum 722. Die Anzahl der Bussen wegen Rauchens in den Olma-Hallen blieb auf dem Niveau des Vorjahres. Es wurden 76 Personen gebüsst. Sechs mehr als 2015.

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