Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Weiterhin keine Versicherung gegen Erdbeben

Naturgewalt Eine obligatorische Erdbebenversicherung hat es in der Schweiz weiterhin schwer. Im September lehnte der Ständerat die neuste Standesinitiative zu diesem Thema ab, diese Woche teilte die Umweltkommission des Nationalrates mit, dass sie den Vorstoss ebenfalls zur Ablehnung empfiehlt.

Naturgewalt Eine obligatorische Erdbebenversicherung hat es in der Schweiz weiterhin schwer. Im September lehnte der Ständerat die neuste Standesinitiative zu diesem Thema ab, diese Woche teilte die Umweltkommission des Nationalrates mit, dass sie den Vorstoss ebenfalls zur Ablehnung empfiehlt. Auch der Kanton Thurgau hält an seiner ablehnenden Haltung fest. «Die Prämienerhöhung für Einfamilienhausbesitzer wäre massiv», sagt Regierungsrätin Cornelia Komposch. Vor allem hinsichtlich der im Thurgau relativ kleinen Erdbebengefahr. «Ein solches Solidaritätswerk wäre nicht verhältnismässig.» Bei privaten Versicherungen seien Erdbebenversicherungen bereits möglich.

Bei der kantonalen Gebäudeversicherung ist ein Erdbeben kein versichertes Ereignis. Die Gebäudeversicherung Thurgau ist allerdings Mitglied im Schweizerischen Erdbebenpool. Bei einem Beben ab einer gewissen Stärke werden maximal zwei Milliarden Franken aus dem Pool an die beteiligten kantonalen Versicherungen ausgeschüttet. Diese verteilen das Geld auf die geschädigten Hausbesitzer. «Bei einem grossen Beben würde die Deckung aber nicht ausreichen. Der Schaden wäre wohl im zweistelligen Milliardenbereich», sagt Rolf Meier vom Schweizerischen Erdbebenpool. 17 Gebäudeversicherungen, darunter auch jene der Kantone St. Gallen und Appenzell Ausserrhoden, sind im Pool dabei.

Auch Cornelia Komposch bezweifelt, dass die zwei Milliarden Franken im Fall eines Jahrhundertbebens ausreichen würden. In einer solchen Ausnahmesituation sei es möglich, dass allenfalls auch der Kanton in der Pflicht stehen würde. (lsf)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.