Weitere Pferde aus Hefenhofen werden verkauft

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Tierschutz Weitere 40 beschlagnahmte Pferde des mutmasslichen Tierquälers aus Hefenhofen werden am nächsten Mittwoch in Schönbühl BE versteigert. Eine Beschwerde gegen den Verkauf sei abgewiesen worden, teilt das Thurgauer Veterinäramt mit. Auf Anweisung des Thurgauer Departements für Erziehung und Kultur, das stellvertretend als Rekursinstanz amtet, werden die Tiere in einem offenen Bieterverfahren ohne Beschränkung des Höchstpreises verkauft. Die Pferde seien von zwei unabhängigen externen Experten geschätzt worden. Diese Schätzung bilde den Minimalpreis. Die Preise werden am Tag des Verkaufs bekanntgegeben, heisst es auf Nachfrage beim kantonalen Informationsdienst.

Wie es in der Mitteilung weiter heisst, wurden unter anderem der Gesundheitszustand, die nachgewiesene Abstammung und der Ausbildungsstand der Tiere zur Festlegung des Preises mit einbezogen. Dem Tierwohl wird besondere Beachtung geschenkt, indem die Standorte der Käufer den jeweils zuständigen kantonalen Veterinärämtern gemeldet werden. Die Pferde müssen bar bezahlt und gleichentags abtransportiert werden. Zudem erfolgt eine Identitätskontrolle der Käufer.

Antworten auf Vorstösse angekündigt

Die Pferde hatten den Sommer auf Alpen in den Kantonen Graubünden und St. Gallen verbracht. Sie befinden sich seit Ende September im Kompetenzzentrum Veterinärdienst und Armeetiere im bernischen Schönbühl. Wegen des Rekurses konnten sie vorerst nicht verkauft werden. Bereits Mitte August waren 80 Pferde aus Hefenhofen in Schönbühl versteigert worden. Es resultierte damals ein Gesamterlös von 140200 Franken.

Zum Fall Hefenhofen wurden mehrere Vorstösse im Thurgauer Grossen Rat eingereicht. Antworten auf zwei Einfache Anfragen hat die Staatskanzlei auf Freitag angekündigt. (sda/red)