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Weitere Lawine beim Säntis beschädigt Mast der Schwebebahn +++ «Im schlimmsten Fall muss die Stütze komplett ersetzt werden»

Nach der Lawine von vergangener Woche, welche das Hotel Säntis auf der Schwägalp beschädigt und drei Menschen verletzt hat, wurde nun bekannt, dass eine weitere Lawine einen Mast der Säntis-Schwebebahn beschädigt hat. Der Bahnbetrieb muss für Monate eingestellt werden.
  • Nach dem Lawinenniedergang vom 10. Januar gab es zwischen dem 13. und 14. Januar eine weitere Lawine auf der Schwägalp.
  • Die Lawine beschädigte die erste Trägerstütze der Säntis-Schwebebahn (im Bild oben).
  • Der Betrieb der Schwebebahn ist bis auf weiteres eingestellt.
  • Wie gross der Schaden an der Stütze ist, können die Verantwortlichen noch nicht genau sagen.
  • Die Verantwortlichen gehen gehen aber davon aus, dass dieser erheblich ist und die Reparaturarbeiten Monate dauern könnten. Im schlimmsten Fall muss die beschädigte Stütze komplett ersetzt werden.
  • Die Lawinenniedergang ereignete sich zu einem Zeitpunkt, als die Rettungs- und Räumungsarbeiten wegen der ersten Lawine unterbrochen waren.
15:43 Uhr

Die Zusammenfassung der Ereignisse:

14:20 Uhr

Bruno Vattioni im Videointerview über die Situation auf der Schwägalp:

11:12 Uhr

Damit schliesst Vattioni die Medienkonferenz. Falls es Neuigkeiten gebe, wolle man proaktiv kommunizieren. Herzlichen Dank, dass Sie die Medienkonferenz auf der Schwägalp mitverfolgt haben.

11:10 Uhr

Was die Verantwortlichen wissen: Die Lawine ging zwischen Sonntag, 13. Januar und Montag, 14. Januar nieder. Durch den Niedergang wurde die erste Stütze der Säntis-Schwebebahn beschädigt. Wie gross diese Beschädigungen sind, wird zurzeit abgeklärt. Man gehe aber davon aus, dass der Schaden erheblich ist und die Reparaturarbeiten Monate dauern werden. Im schlimmsten Fall muss die Stütze gar komplett ersetzt werden.

Die beschädigte Stütze im Bild. (Bild: Raphael Rohner)

Die beschädigte Stütze im Bild. (Bild: Raphael Rohner)

11:08 Uhr

Was für wirtschaftliche Schäden der Betriebsunterbruch für die Schwebebahn habe, könne ebenfalls noch nicht gesagt werden. Vattioni: «Es ist zu früh, um etwas darüber zu sagen. Wichtig ist: Es wird keine Entlassungen deswegen geben.»

11:04 Uhr

Der Schaden sei physisch sichtbar, so Vattioni. Mehr könne er zurzeit noch nicht sagen. Abklärungen seien im Gange.

11:03 Uhr

Vattioni sagt weiter: «Aufgrund der Beschädigung gehen wir davon aus, dass die Bahn für Monate geschlossen bleibt. »

11:01 Uhr

Bruno Vattioni, Geschäftsführer der Schwebebahn, sagt: «Glücklicherweise gab es nur Sachschaden.» Die Bahn würde zwar noch fahren, «wir wollen aber kein Risiko eingehen».

11:00 Uhr

Die Lawine sei weitaus kleiner gewesen als der Niedergang vom 10. Januar, sagt Ralph Dietsche von der Säntis-Schwebebahn.

10:58 Uhr

Wie die Verantwortlichen in einer Medienmitteilung schreiben, ereignete sich der Lawinenniedergang, als auf der Schwägalp die Rettungs- und Räumungsarbeiten der vorhergehenden Lawine vom 10. Januar unterbrochen waren.

10:58 Uhr

Lawine beschädigt Mast der Schwebebahn

Der Betrieb der Säntis-Schwebebahn bleibt in den nächsten Monaten eingestellt. Grund dafür ist eine Beschädigung an der Tragwerkkonstruktion der ersten Seilbahnstütze. Die Stütze wurde durch eine Lawine im Zeitraum vom 13. bis 14. Januar beschädigt. Wie gross der Schaden genau ist, kann derzeit noch nicht im Detail gesagt werden. Die Verantwortlichen der Säntis-Schwebebahn gehen aber davon aus, dass die Reparaturarbeiten Monate beanspruchen könne.

(Bild: Raphael Rohner)

(Bild: Raphael Rohner)

10:55 Uhr

Guten Morgen und herzlich willkommen zu einer ausserordentlichen Medienkonferenz der Säntis-Schwebebahn. Anwesend sind Bruno Vattioni, Geschäftsführer der Säntis Schwebebahn AG, und Hanspeter Schoop, Chef Alpine Rettung Schweiz.


Und das geschah vor dem 18. Januar:

11:48 Uhr

Die Räume des Hotels Säntis und des dazugehörigen Restaurants konnten - dank unermüdlichem Einsatz der Helferinnen und Helfer - vom Schnee befreit werden. Inzwischen sind im Innern des Gebäudes auch die Reinigungsarbeiten abgeschlossen und die eingedrückten Fensterfronten provisorisch verschlossen, heisst es in einer Mitteilung der Säntis-Schwebebahn AG. Zudem ist der Lawinenkegel rund um die Schwägalp seit Samstagabend geräumt. Die Aufräumarbeiten verliefen ohne Zwischenfälle. «Glücklicherweise bestätigte sich bis jetzt die Annahme, dass nebst den drei leichtverletzten Personen keine weiteren Personen von den Schneemassen erfasst wurden», heisst es weiter.

Der Restaurantbereich im Hotel Säntis. (Bild: PD)

Der Restaurantbereich im Hotel Säntis. (Bild: PD)

Aufgrund der anhaltenden Schneefälle und den starken Orkanböen werden die noch verbleibenden Instandstellungsarbeiten heute aus Sicherheitsgründen unterbrochen. Die Zufahrt von der Passhöhe zur Schwägalp bleibt weiterhin gesperrt. Dies auf Empfehlung der Alpinen Rettung und des Gemeindeführungsstabs. Der Verwaltungsrat und die Geschäftsleitung der Säntis-Schwebebahn AG danken den tatkräftigen Helferinnen und Helfer sowie den Mitarbeitenden für deren unermüdlichen Einsatz in dieser ausserordentlichen Lage.

Es trafen viele Angebote für Unterstützung und Hilfe vor Ort ein. Einzelne Anlässe, Tagungen und Hotelbuchungen mussten aufgrund des Lawinenereignisses abgesagt werden. Wann der Hotel- und Tagungsbereich den Betrieb wieder aufnehmen wird, hängt von der Wettersituation ab. Der Schwebahnbetrieb ist auf Grund der Revisionsarbeiten ordentlich bis am 2. Februar eingestellt.

Sonntag, 13. Januar 10:22 Uhr

Die Räumungsarbeiten auf der Schwägalp sind abgeschlossen. Die Strasse bleibt ab der Passhöhe gesperrt – auch noch am Montag und Dienstag. «Rundherum sieht es schon wieder gut aus», sagt Bruno Vattioni, Geschäftsführer der Säntis-Schwebebahn, am Sonntagmorgen. «Aber wir sind uns bewusst, dass dieses aussergewöhnliche Ereignis noch lange in den Köpfen bleibt.» Das Care-Team des Kantons Appenzell Ausserrhoden habe die Kontaktdaten aller Mitarbeitenden und Gäste, die sich zum Zeitpunkt des Lawinenniedergangs im Hotel befunden hätten. «Auch vom Unternehmen her betreuen wir die Mitarbeiter und reden viel mit ihnen», sagt er. Momentan sind bloss 15 Mitarbeiter anwesend. Ab 17 Uhr werden nur noch jene auf der Schwägalp bleiben, die dort wohnen oder für die Schneeräumung zuständig sind.

«Im Auftrag der Kantone Appenzell Ausserrhoden und St.Gallen räumen wir die Passstrasse über die Schwägalp das ganze Jahr», sagt Vattioni. Zudem müssen täglich Dienstfahrten mit der Schwebebahn auf den Säntis durchgeführt werden – damit Schnee und Eis die Anlagen nicht beschädigen.

Auf der Schwägalp schneit es derzeit heftig und auch in den kommenden Tagen wird viel Schnee erwartet. «Wir sind uns gewohnt, mit viel Schnee umzugehen», sagt Bruno Vattioni. Als Vorsichtsmassnahme werden aber keine Gäste auf die Schwägalp gelassen. «Im Haus ist es jedoch absolut sicher», sagt Vattioni. «Wir müssen jetzt nicht alles ändern, was sich in den vergangenen Jahren bewährt hat. Die Lawinensituation wird im Auge behalten. Der neue Schnee ist ziemlich nass.»

Samstag, 12. Januar 18:20 Uhr

Die Räumungsarbeiten der immensen Schneemassen rund um das Hotel Säntis sowie die Bergung der demolierten Fahrzeuge wurden heute Samstag mit schwerer Gerätschaft vorangetrieben. "Viele Bauunternehmen haben uns ihre Maschinen zur Verfügung gestellt. Die Solidarität war riesig", sagt Bruno Vattioni Geschäftsführer der Säntis-Schwebebahn. "Die Räumungsarbeiten gingen so schnell voran, dass die grossen Maschinen bereits heute Abend wieder abgezogen werden können." In den kommenden Tagen gehe es jetzt darum, im Hotel aufzuräumen und so Schritt für Schritt zur Normalität zurückzukehren. Der Betrieb des Hotels, des Restaurants sowie der Schwebebahn bleibt bis auf weiteres eingestellt. Die Strasse ab dem Restaurant Passhöhe bleibe weiter gesperrt. Die Höhe der Schadenssumme kann noch nicht abgeschätzt werden.

Während auf der Schwägalp weiter aufgeräumt wird, sorgt das Lawinenunglück international für Schlagzeilen. Das "Wall Street Journal" zeigt die Aufräumarbeiten auf der Titelseite.

Samstag, 12. Januar 07:43 Uhr

Gut 200 Rettungs- und Räumungskräfte sind seit dem Lawinenniedergang im Bereich Säntis-Schwägalp im Dauereinsatz, wie Bruno Vattioni, Geschäftsführer der Säntis-Schwebebahn am Samstagmorgen mitteilt. Die Suche nach allfälligen Verschütteten wurde am Freitagabend beendet. Nach wie vor liegen keine Vermisstmeldungen vor.

Am Samstag werden die Räumungsarbeiten der immensen Schneemassen rund um das betroffene Gebäude sowie die Bergung der demolierten Fahrzeuge mit schwerer Gerätschaft vorangetrieben. Im Bereich des Hotels und des Restaurants haben dutzende Helfer den schweren Schnee aus den betroffenen Räumlichkeiten geschaufelt. Das geschah vorwiegend in mühseliger Handarbeit.

Es könne immer noch nicht abgeschätzt werden, wie hoch der entstandene Sachschaden am Gebäude, den Einrichtungen sowie den Fahrzeugen ist, heisst es weiter. Der Betrieb des Hotels, des Restaurants sowie der Schwebebahn bleibt bis auf weiteres eingestellt. Die am Montag geplanten, ordentlichen Revisionsarbeiten an der Schwebebahn werden wie geplant durchgeführt. Deshalb bleibt die Bahn bis 2. Februar ausser Betrieb.

Freitag, 11. Januar 18:26 Uhr

«Es waren wohl die emotional intensivsten 24 Stunden, die ich je erlebt habe», sagt Bruno Vattioni, Geschäftsführer der Säntis-Schwebebahn AG, im Interview:

Freitag, 11. Januar 16:42 Uhr

Und so präsentiert sich die Situation auf der Schwägalp am frühen Freitagabend – Anton Sonderegger von der Ausserrhoder Kantonspolizei: «Wir versuchen die ruhige Wetterphase nach wie vor möglichst gut zu nutzen, um nach allfälligen Verschütteten zu suchen und die Räumungsarbeiten weiter voranzutreiben.» Die Strasse ab dem Restaurant Passhöhe Schwägalp aufwärts bleibt laut Sonderegger vorderhand gesperrt. Dies unter anderem, um zu verhindern, dass es zu Unfällen mit Fahrzeugen kommt, die mit den Räumungsarbeiten beschäftigt sind.

Im Bereich der Schwägalp gibt es diverse Ferienhäuschen. Polizeisprecher Sonderegger hält fest, Lawinenexperten stünden den entsprechenden Besitzern beratend zur Seite. Und wenn diese aufgrund der Strassensperre nicht zu ihren Häuschen fahren könnten, müssten sie vorderhand halt einen kurzen Fussweg in Kauf nehmen. Polizisten seien vor Ort und stünden für Auskünfte bereit.

Auf die Frage zu einer möglichen Schadensumme sagt Anton Sonderegger, eine solche Schätzung sei nach wie vor nicht möglich.

Freitag, 11. Januar 16:32 Uhr

Schockiert über den Lawinenabgang auf der Schwägalp zeigt sich auch der Gemeindepräsident des nahe gelegenen Dorfs Urnäsch, Peter Kürsteiner. «Solche Naturphänomene zeigen einfach, dass die Natur am längeren Hebel sitzt als die Menschheit», führt er seine Gedanken aus. Oft sei einem auch gar nicht bewusst, dass sich ein solches Ereignis wie diese Lawine in unmittelbarer Nähe abspielen könne. Die Auswirkungen auf Urnäsch hielten sich im Rahmen.

Freitag, 11. Januar 16:24 Uhr

Die Aufräumarbeiten nach der Lawine auf der Schwägalp sind in vollem Gange:

Freitag, 11. Januar 15:28 Uhr

Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden mit neustem Lagebericht

(kapo/tn) «Die Rettungskräfte haben die Absuche und Räumung im Bereich des Lawinenkegels auf der Schwägalp aufgrund des Entscheides der Einsatzleitung weitergeführt», schreibt die Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden in der neusten Mitteilung. Nach den Sondierungen durch Fachleute der Alpinen Rettung Schweiz werde der Schnee mit schwerem Gerät abgetragen. «Die Gewissheit, wonach niemand verschüttet ist, besteht erst, wenn die Schneemassen vollständig weggeräumt sind.» Die Arbeiten würden, solange es die Wettersituation zulässt, fortgeführt. Weiter heisst es, dass bei der Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden keine Meldungen über vermisste Personen eingegangen sind.

Insgesamt stehen über 180 Einsatzkräfte (Rettungsdienst, Rega, Alpinen Rettung Schweiz, Feuerwehren Hundwil und Urnäsch, Care-Team, Säntis-Schwebebahn AG, Lawinenfachleute, Zivilschutz, Assekuranz, Tiefbauamt und Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden) im Einsatz. Während die Zufahrt zur Talstation der Säntisbahn weiterhin gesperrt bleibt, ist die Schwägalpstrasse für den Verkehr seit Freitagmorgen wieder offen.

Nach der Lawine auf der Schwägalp: Immer mehr Räumungsfahrzeuge machen sich zum Unglücksort auf:

Retter suchen mit Sondierstangen nach potentiell Vermissten:

Freitag, 11. Januar 14:50 Uhr

Die Aufräumarbeiten im Hotel Säntis auf der Schwägalp sind im Gange:

Freitag, 11. Januar 14:29Uhr

Die Bilder von den Aufräumarbeiten auf der Schwägalp:

(Bild: Urs Bucher)
(Bild: Urs Bucher)
(Bild: Urs Bucher)
(Bild: Urs Bucher)
(Bild: Urs Bucher)
(Bild: Linda Müntener)
(Bild: Linda Müntener)
(Bild: Linda Müntener)
(Bild: Linda Müntener)
(Bild: Linda Müntener)
(Bild: Linda Müntener)
(Bild: Linda Müntener)
(Bild: Linda Müntener)
(Bild: Urs Bucher)
(Bild: Urs Bucher)
(Bild: Linda Müntener)
(Bild: Urs Bucher)
(Bild: Urs Bucher)
(Bild: Linda Müntener)
(Bild: Linda Müntener)
(Bild: Linda Müntener)
(Bild: Linda Müntener)
(Bild: Urs Bucher)
(Bild: Linda Müntener)
Bild: Linda Müntener
(Bild: Linda Müntener)
(Bild: Urs Bucher)
(Bild: Urs Bucher)
(Bild: Urs Bucher)
(Bild: Urs Bucher)
(Bild: Urs Bucher)
(Bild: Urs Bucher)
(Bild: Urs Bucher)
(Bild: Urs Bucher)
(Bild: Urs Bucher)
(Bild: Keystone)
(Bild: Keystone)
(Bild: Werner Näf)
(Bild: Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden)
(Bild: Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden)
(Bild: Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden)
(Bild: Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden)
(Bild: Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden)
(Bild: Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden)
(Bild: Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden)
45 Bilder

Tonnenweise Schnee im Hotel, zerstörte Autos und Räumungsequipen im Einsatz: Die Bilder zur Schwägalp-Lawine

Freitag, 11. Januar 14:26 Uhr

Die Schwägalp beziehungsweise das Ende 2015 eröffnete Hotel liegen in einem Gebiet, in dem eine mittlere Lawinengefährdung herrscht. Von daher rückt immer mehr die Frage in den Fokus, ob man aufgrund der starken Schneefälle frühzeitig reagieren und das Hotel hätte evakuieren müssen. Wird deswegen nun eine Strafuntersuchung eingeleitet?

Christian Bötschi, leitender Staatsanwalt des Kantons Appenzell Ausserrhoden.

Christian Bötschi, leitender Staatsanwalt des Kantons Appenzell Ausserrhoden.

Christian Bötschi, leitender Staatsanwalt des Kantons Appenzell Ausserrhoden, äussert sich dazu zurückhaltend: «Bevor wir über die Einleitung einer Strafuntersuchung entscheiden können, benötigen wir Informationen über die Ursache des Lawinenunglücks und insbesondere über die Schnee- und Wetterlage am Unglücksort. Zum jetzigen Zeitpunkt deutet noch nichts darauf hin, dass seitens der Verantwortlichen eine strafrechtlich relevante Nachlässigkeit vorliegt.»

Wenn die Staatsanwaltschaft also zum Schluss komme, dass tatsächlich eine unglückliche Verkettung der Umstände zum Lawinenabgang geführt habe, werde sie nicht von Amtes wegen strafrechtliche Ermittlungen einleiten. «Ergeben jedoch die detaillierten Berichte der Spezialisten Hinweise auf eine solche vorwerfbare Nachlässigkeit oder reichen betroffene Personen eine Strafklage ein, werden wir auch den strafrechtlichen Aspekt prüfen und die Strafuntersuchung aufnehmen», sagt er.

Freitag, 11. Januar 13:57 Uhr

Die Aufräumarbeiten auf der Schwägalp gehen unvermindert weiter:

Freitag, 11. Januar 13:37 Uhr

Gemäss der Gefahrenkarte von Geoportal.ch liegt das Hotel Säntis auf der Schwägalp im östlichen Gebäudeteil in der blauen Zone (mittleres Risiko für eine Lawine) und der westliche Gebäudeteil in der gelben Zone (kleines Risiko).

Sowohl punkte Intensität einer Lawine, wie auch punkto Wahrscheinlichkeit besteht für das Hotel Säntis eine mittlere Gefährdung. Die Erläuterungen der Farben im Detail:

Freitag, 11. Januar 13:16 Uhr

Laut Anton Sonderegger, Mediensprecher der Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden, hat die Lawine eine Gams unter sich begraben. Der Kadaver müsse nun abtransportiert werden.

Freitag, 11. Januar 12:27 Uhr

Im Restaurant Rossfall in Urnäsch startet die Medienkonfernez der Schwägalp-Bahnen. Es informieren Bruno Vattioni, Geschäftsführer der Säntis-Schwebebahn AG, und der Medienverantwortliche Ralph Dietsche.

Bruno Vattioni sagt: Bisher gebe es keine Vermisstmeldungen, 100 prozentige Gewissheit hätten sie aber erst, wenn die Schneemassen weggeräumt sind. «Eine Lawine in diesem Ausmass war nicht voraussehbar und hat es unsers Wissens noch nie gegeben. Wir wurden von den Schneemassen überrascht.» Weiter hält er fest: «Gestern wurden 80 Personen mit einem Shuttle ins Tal transportiert. 40 Personen blieben im Hotel. Die Sicherheit ist gewährleistet. Heute wurden sämtliche Gäste nach Hause transportiert.»

Vattioni dankt allen Gästen und Mitarbeitenden und allen Rettungskräften für ihren professionellen Einsatz. Der Schwebebahnbetrieb und Hotel- sowie Restaurantbetrieb bleibt bis auf weiteres geschlossen. Ab Montag würden ohnehin die ordentlichen Revisionsarbeiten beginnen. «Der Betrieb ist dann sowieso eingestellt.»

Derzeit laufen die Bergungs- und Räumungsarbeiten. Das Gebiet bleibt aus Sicherheitsgründen grossräumig gesperrt. Wie lange, das kann Vattioni noch nicht sagen.

Vattioni betont nochmals: «Wir sind dankbar, dass der Lawinengang keine schlimmeren Auswirkungen hat.» Seine Stimme bricht. Er hat Tränen in den Augen. Er hofft fest, dass keine weiteren Personen verschüttet wurden.

Es beginnt bereits die Fragerunde: Ein Journalist frag, wie die Schneehöhe gestern war? Hätte man angesichts des Neuschnees mit einer Lawine rechnen müssen? Vattioni antwortet, dass es gestern 30cm Neuschnee gab. Die Sicht zum Berg war nicht möglich wegen des Wetters.

Wie gehen Sie allgemein mit Lawinensituationen um, will ein weiterer Journalist wissen? Vattioni: «Wir haben grosse Erfahrung mit Lawinen. Die Südseite ist die Gefahrenseite. Wir sind eine offizielle Messstelle im Netz des Lawinenforschungsinstituts. Wir treffen täglich entsprechende Massnahmen, auch im Raum Schwägalp. Wir haben viel Erfahrung, aber das was gestern passiert ist, konnten sich selbst Fachleute nicht vorstellen.»

Frage eines Journalisten: «Wird es trotzdem noch rechtliche Abklärungen geben?» Vattioni dankt nochmals der Polizei für ihr professionelles Verhalten. Die Polizei habe sofort den Lead übernommen. Auch die Massnahmen würden abgesprochen. Von daher werde es ganz klar eine Untersuchung geben. Weiter Auskünfte könne derzeit nicht geben.

«Die Schneemassen im Restaurant werden heute schon geräumt. Es sind auch bereits Fachleute hier, die Vattioni und sein Team beraten und schauen, dass die Fenster provisorisch repariert werden könnten,», sagt Vattioni weiter.

Dietsche ergänzt: «Im Fokus steht das Wegräumen der Schneemassen, damit wir 100 Prozent sicher sein können, dass keine Personen verschüttet wurden. Alle Gäste haben die Schwägalp verlassen. Derzeit sind nur noch Mitarbeitende vor Ort, die auch auf der Schwägalp wohnen und bei den Räumungsarbeiten helfen.»

Freitag, 11. Januar 11:25 Uhr

«Hoffe es gibt keine Toten»

Margrit Müller-Schoch, Gemeindepräsidentin Hundwil

Margrit Müller-Schoch, Gemeindepräsidentin Hundwil

Auch wenn das Dorf Urnäsch näher zur Schwägalp liegt, so liegt diese bekanntlich auf Hundwiler Gemeindegebebiet. Noch am Donnerstagabend hat sich auch die Gemeindepräsidentin Margrit Müller-Schoch zur Schwägalp begeben. «In der Passhöhe waren schon viele Helferinnen und Helfer und ich habe eine grosse Betroffenheit erlebt», blickt sie am Tag danach zurück. Gefühlsmässig überwiegt bei ihr aktuell die Hoffnung, dass unter den Schneemassen keine Toten gefunden werden. Der Gemeindeführungsstab steht in Alarmbereitschaft und hat Hilfe angeboten, wenn diese benötigt wird.

Freitag, 11. Januar 10:35 Uhr

Suche wird fortgesetzt, sämtliche Zivilisten ins Tal gebracht

Anton Sonderegger, Mediensprecher Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden.

Anton Sonderegger, Mediensprecher Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden.

«Die Alpine Rettung ist heute Morgen mit einem Helikopter über das Gebiet geflogen und hat die Lage beurteilt», sagt Anton Sonderegger, Mediensprecher der Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden. Der grösste Teil der Schneemassen sei jetzt unten, so dass die Suche weitergehen könne. Gleichzeitig hätten die Räumungsarbeiten begonnen. Sonderegger betont, dass auch über Nacht keine Meldungen zu vermissten Personen eingegangen seien. «Das schliesst nicht aus, dass eine Person vor Ort war.»

Aktuell bestehe keine Lawinengefahr mehr für das Gebiet rund um das Hotel Säntis. «Am Sonntag erwarten wir aber bereits wieder einen Meter Neuschnee», so Sonderegger. Dann müsse die Lage neu beurteilt werden.

Zivilisten sind keine mehr vor Ort: «Die übrigen 30 Personen aus dem Hotel wurden heute Morgen ins Tal gebracht.» Zudem seien die drei Verletzten ambulant behandelt worden und hätten das Spital bereits wieder verlassen.

Freitag, 11. Januar 09:46 Uhr

Schaukäserei Schwägalp im Glück

Werner Näf, Geschäftsführer der Alpschaukäserei Schwägalp, durfte heute morgen mit einer Sonderbewilligung und einem Lawinensuchgerät ausgerüstet zu seiner Käserei, die mitten im Lawinenhang gelegen ist. «Ich habe mir gerade ein Bild vor Ort gemacht und es sieht soweit alles ganz aus», erzählt Näf. Der Schnee habe zwar das ganze Gebäude umgeben, aber keinen Schaden hinterlassen.

Im Keller würden grosse Mengen Käse lagern, welche gekühlt werden müssen. Er sei darum erleichtert festzustellen, dass alle Geräte in Betrieb seien. Sein Team habe gestern Nachmittag rechtzeitig Feierabend gemacht und die Schwägalp vor dem Lawinenniedergang verlassen.

«Wenn ich das Ausmass sehe und von drei Verletzten höre, dann sind wir wohl mit einem blauen Auge davongekommen.»

Freitag, 11. Januar 09:13 Uhr

Hotelgäste ins Tal gebracht

Nach und nach werden mehr Details zum Verlauf des Donnerstagabends auf der Schwägalp bekannt. Wie ein Hotelgast gegenüber dem Tagblatt erklärt, wurde den Anwesenden dringend empfohlen, das Hotel zu verlassen. Ein Grossteil der Gäste folgte dieser Empfehlung, einige entschieden sich jedoch, weiterhin im «Säntis – das Hotel» zu bleiben.

«Jeder der Gäste, die sich fürs Heimgehen entschieden, wurde mit einem Lawinensuchgerät ausgerüstet für den Gang vom Hoteleingang zu Feuerwehrautos», berichtet der Mann. Die Fahrzeuge brachten die Menschen zur Passhöhe, wo sie dann in bereitstehende Postautos umstiegen. Diese fuhren dann in Richtung Urnäsch beziehungsweise ins Toggenburg los. «Unser Postauto war kurz nach 23 Uhr in Herisau», berichtet der Mann. Er lobt im Übrigen die Art, wie mit den Hotelgästen umgegangen worden sei: Man sei vor der Abfahrt gut betreut und auch verpflegt worden, sagt er.

Freitag, 11. Januar 06:19 Uhr

Update am Freitagmorgen

(sda) Die Polizei hat in der Nacht auf Freitag 75 Menschen ins Tal gebracht. Meldungen über Vermisste liegen den Behörden keine vor. Die Restaurant- und Hotelgäste, die die Schwägalp hätten verlassen wollen, seien in der Nacht mit Bussen ins Tal gefahren worden, teilte die Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden am Freitagmorgen mit. Insgesamt seien 75 Personen ins Tal gebracht worden, sagte ein Polizeisprecher auf Anfrage der Agentur Keystone-SDA. Zudem sei ein Ferienhaus in dem Gebiet vorsichtshalber evakuiert worden.

30 Hotelgäste und elf Angestellte befinden sich laut Polizeiangaben weiterhin auf der Alp in Sicherheit. Die Strasse zum Ferienort bleibt gesperrt.

Aufgrund der starken Schneefälle und der Lawinengefahr hatten die Bergungsmannschaften die Absuche des Lawinenkegels am Donnerstagabend eingestellt. Bislang lägen der Polizei keine Meldungen über vermisste Personen vor, sagte der Sprecher weiter. Die Hotelgäste und das Personal seien vollzählig. Überdies sei der Polizei nicht bekannt, dass sich weitere Personen in der Region aufgehalten hätten.

Die Polizei will die Suche am Freitagmorgen dennoch fortsetzen, sofern es die Lawinensituation und die Wetterbedingungen erlauben würden, heisst es in der Mitteilung. Anschliessend würden die Schneeräumung und Fahrzeugbergungen erfolgen. Der genaue Zeitpunkt sei abhängig von der Wetter- und Lawinensituation vor Ort.

Donnerstag, 10. Januar 21:07 Uhr

Zur Stunde schneit es immer noch intensiv auf der Schwägalp. Kurz nach 20 Uhr gab es im oberen Bereich eine kleinere Folgelawine. In der Folge wurde die Suche bis auf weiteres eingestellt. Ortskundige Kräfte der Bergrettung haben das Gebiet analysiert. Da bislang keine Vermissten gemeldet worden sind, darf gehofft werden, dass ausser den drei Verletzten niemand zu Schaden gekommen ist. Die Gäste im Hotel Säntis müssen die Nacht womöglich im Hotel verbringen, da es zu riskant ist, auf der Strasse ins Tal zu fahren.

Donnerstag, 10. Januar 20:18 Uhr

Ein Postauto wurde angefordert, um die Hotelgäste in Sicherheit zu bringen. Laut Rettungsspezialisten ist jedoch unklar, ob die Gäste das Gebäude aufgrund der Lawinengefahr überhaupt verlassen können.

Donnerstag, 10. Januar 19:47 Uhr

Die Suche nach möglichen Verschütteten ist laut Anton Sonderegger, Mediensprecher der Ausserrhoder Kantonspolizei, für heute Abend eingestellt worden. Dies wegen der Dunkelheit, des anhaltenden Schneefalls und der Lawinengefahr, wie er sagt. Hinweise, dass jemand vermisst werde, seien bis dato nicht eingegangen.

Donnerstag, 10. Januar 19:08 Uhr

Anton Sonderegger bestätigt auf Anfrage, dass die Lawine im Bereich des Betriebsgebäudes der Schwägalp niedergegangen ist. Sie hat eine Breite von rund 300 Metern. Laut Sonderegger ist das Personalhaus über den Hotelbereich und die Käserei bis zur Bushaltestelle betroffen. Im Hotel sind der erste Stock und das Erdgeschoss in Mitleidenschaft gezogen worden.

Momentan gibt es drei Leichtverletzte, im Hotel vermisst man keine Personen. Da man nicht ausschliessen könne, ob Spaziergänger oder Tagesausflüger betroffen seien, laufe die Suche nach möglichen Vermissten derzeit intensiv, sagt Sonderegger. Die Alpine Rettung ist mit Suchhunden vor Ort.

Die Strasse ab der Passhöhe aufwärts ist gesperrt. Wie lange die Strasse gesperrt sein wird, kann Sonderegger nicht sagen. «Die Alpine Rettung muss die Situation laufend einschätzen. Es schneit in Massen.» Die Spezialisiten beurteilen laufend.

Zahlreiche Schneeräumungsfahrzeuge helfen, die Strassen für die Rettungskräfte frei zu schaufeln. (Bild: Martin Oswald)

Zahlreiche Schneeräumungsfahrzeuge helfen, die Strassen für die Rettungskräfte frei zu schaufeln. (Bild: Martin Oswald)

Die Rettungskräfte sind mit einem Grossaufgebot im Einsatz. Mehrere Feuer- und Polizeiautos sowie mehrere Rettungswagen und Schneeräumungsfahrzeuge sind vor Ort.

Die Lawine hat nicht nur Teile des Hotels Säntis zerstört, sondern auch auf dem Parkplatz für Verwüstung gesorgt. Rund 15 Fahrzeuge wurden verschüttet, einige liegen auf dem Dach.

Donnerstag, 10. Januar 18:45 Uhr

Ein Leserbild zeigt das Ausmass der Lawine im Innern des Restaurants Schwägalp.

Donnerstag, 10. Januar 18:28 Uhr

Die Kantonspolizei Ausserrhoden informiert in einer Medienmitteilung über den Vorfall. Am Donnerstag, kurz nach 16.30 Uhr, ging bei der Kantonalen Notrufzentrale der Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden die Meldung über einen Lawinenniedergang auf der Schwägalp ein. Sofort wurden Einsatzkräfte aufgeboten. Aufgrund der ersten Erkenntnisse hat sich eine Lawine am Hang gegenüber des Hotels Säntis auf der Schwägalp gelöst und mehrere Autos und auch Teile des Restaurants verschüttet.

Mehrere Personen wurden verletzt. Über die Anzahl und die Art der Verletzungen können noch keine Angaben gemacht werden. Die Verletzten Personen werden laut Mitteilung medizinisch und psychologisch betreut. Rettungs- und Bergungsarbeiten konzentrieren sich auf die Rettung und Suche nach möglichen vermissten Personen.

Donnerstag, 10. Januar 17:45 Uhr

Mit dem Schrecken davon gekommen: Ein Hotelgast schildert, wie er den Lawinenabgang auf der Schwägalp erlebt hat.

So sah es auf der Schwägalp vor und nach dem Lawinenniedergang aus. (Bild: Webcam Säntis)

Donnerstag, 10. Januar 16:41 Uhr

Im Bereich der Schwägalp ist eine Lawine niedergegangen. Die Ausserrhoder Kantonspolizei bestätigt dies auf Anfrage von Tagblatt Online. Angaben, ob Menschen zu Schaden gekommen sind, kann die Polizei zurzeit noch nicht machen.

Das Hotel Säntis soll von der Lawine betroffen sein. (Bild: Twitter).

Das Hotel Säntis soll von der Lawine betroffen sein. (Bild: Twitter).

Augenzeugen berichten von einer Lawine beim Hotel Säntis. Angestellte vom Restaurant berichten, dass die Strasse gesperrt ist und auch das Restaurant selber von der Lawine betroffen ist.

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