Weisstannental
Zwei Herdenschutzhunde verletzt aufgefunden – Fachleute gehen von Wolfsangriff aus

In der Nacht von Sonntag auf Montag kam es im Weisstannental auf einem Landwirtschaftsbetrieb zu einem Zwischenfall. Zwei Herdenschutzhunde wurden in der mit Strom eingezäunten Heimweide schwer verletzt aufgefunden. Die Fachpersonen gehen von einem Angriff durch Wölfe aus.

Merken
Drucken
Teilen

Symbolbild: Andrea Stalder

(pd/nat) Auf der Heimweide neben einem bewohnten Hof im Weisstannental werden Ziegen, Schafe, Lamas und Pferde gehalten. Die Tiere werden von fünf Herdenschutzhunden überwacht. Am frühen Montagmorgen hat der Landwirt zwei Herdenschutzhunde schwer verletzt mit Bissen im Kopf und Nacken im Gehege aufgefunden. Die Nutztiere blieben unverletzt, der Zaun lag zerrissen am Boden.

Wie die Staatskanzlei mitteilt, könnten die Verletzungen entweder durch einen Konflikt zwischen den Hunden verursacht worden sein oder durch einen Angriff durch Wölfe. Da keine naheliegenden Gründe für einen Konflikt zwischen den Hunden vorliegen, gehen die Fachleute von einem Angriff durch Wölfe aus.

Wolfspaar identifiziert

Im Weisstannental wurden die letzten Monate mehrfach mehrere Wölfe nachgewiesen. Die Verletzungen an den Hunden waren identisch mit Fällen, in denen ein Wolf nachweislich einen Herdenschutzhund angegriffen hat. Wenn es sich in diesem Fall um Wölfe gehandelt hat, wäre dies ein Beweis, dass der Herdenschutz durch die Hunde funktioniert hat, heisst es in der Mitteilung weiter.

Die beiden mehrfach im südlichen Sarganserland beobachteten Wölfe konnten in den letzten Monaten genetisch identifiziert werden. Es handelt sich um die Wölfin F35, ein Jungtier aus dem Calanda-Rudel. Beim Wolfsrüden handelt es sich um M111. Er wurde erstmals am 6. September 2019 in Flums nachgewiesen.