Weinfelden

Abgeblasen und Ausgepaukt: Fasnacht ist abgesagt eine Alternative ist aber geplant

Die Weinfelder Fasnacht ist dieses Jahr abgesagt. Als Alternative organisiert der Verein Weinfelder Fasnacht jedoch Fasnachtsfenster.

Deborah Hugentobler
Drucken
Teilen
In den vergangenen Jahren fand der Umzug immer statt.

In den vergangenen Jahren fand der Umzug immer statt.

Bild: Donato Caspari (Weinfelden, 16. Februar 2019)

Es ist nicht überraschend, dass die Fasnacht dieses Jahr ins Wasser fällt. Um dem Negativen zu trotzen, hat sich der Verein Weinfelder Fasnacht jedoch etwas einfallen lassen. «Wir mussten die Fasnacht fast gänzlich absagen», sagt die Präsidentin Eva Burger. «Aber wir wären keine Fasnächtler, wenn wir uns so einfach geschlagen gäben.» Aus diesem Grund organisiert der Verein Fasnachtsfenster.

Bei elf Detailhändlern in der Innenstadt werden vom 21. Januar bis am Aschermittwoch, 17. Februar, bunte und fastnächtliche Schaufenster zu sehen sein. «Kindergärten, Primarklassen, Fasnächtler und wir selbst als Verein dekorieren Schaufenster. Der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt», sagt Burger. Anschliessend werde ein Plan erstellt mit allen Schaufenstern, sodass alle Weinfelder die Fenster bestaunen können.

Trotz allem etwas Fasnachtsstimmung

«Meines Wissens wurde der Umzug noch nie abgesagt. Er war einer der grösseren in der Region und traf immer auf eine gute Resonanz», sagt Burger. Die Absage bedeute für den Verein Einbussen, denn das Sponsoring falle dadurch weg. Jedoch stehe der Verein finanziell gesund da. Die seit August amtierende Präsidentin sagt:

Eva Burger, Präsidentin des Vereins Weinfelder Fasnacht

Eva Burger, Präsidentin des Vereins Weinfelder Fasnacht

Bild: PD
«Ich hätte meine erste Amtszeit auch lieber mit einer grossen Fasnachtsfete gefeiert, aber das geht nun mal nicht. Also wollen wir das Beste daraus machen.»

Mit den Fasnachtsfenstern wolle der Verein dennoch etwas Stimmung aufbringen und anderen Fasnächtlern sowie Kindern ein Lächeln auf das Gesicht zaubern. Bereits jetzt habe Burger ausschliesslich positive Rückmeldungen auf die geplante Aktion erhalten.

Elisabeth Schumacher, Organisatorin des Schnitzelbankabends

Elisabeth Schumacher, Organisatorin des Schnitzelbankabends

Bild: Mario Testa

Nebst dem Umzug fallen ebenso der Guggen Warm-up, der Kindermaskenball und der Schnitzelbankabend weg. Elisabeth Schumacher, Organisatorin des Schnitzelbankabends sagt:

«Sechs Restaurants hatten bereits zugesagt, doch leider keine Schnitzelbänkler.»

Der Aufwand wäre für sie zu gross, da die meisten Anlässe abgesagt sind und die Durchführung des Schnitzelbankabends in Weinfelden ebenfalls noch ungewiss gewesen sei. Deshalb habe der Verein bereits im November diesen absagen müssen. Auch der übliche Guggen-Gottesdienst findet nicht statt. «Anstelle ist ein Familiengottesdienst zum Thema Fasnacht geplant», sagt Eva Burger.