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Weil Wikipedia zu männerlastig ist: 60 neue Einträge über Frauen eingetippt

Einträge über Männer findet man im digitalen Nachschlagewerk Wikipedia zuhauf. Biografien über Frauen dagegen kaum – der Anteil an weiblichen Inhalten macht gerade einmal 18 Prozent aus. Das Projekt «Frauen für Wikipedia» will das ändern und hat nun zum Schreibmarathon aufgerufen.
Alexandra Pavlovic

Wikipedia ist vor allem eins: männlich. 90 Prozent der Biografien und Editoren auf der digitalen Plattform sind Männer. Frauen findet man darauf nur selten. Gerade einmal neun Prozent aller Wikipedia-Editoren sind Frauen, und lediglich 18 Prozent der 48 Millionen Inhalte betreffen Frauen. Auch SRF-Wirtschaftsredaktorin Patrizia Laeri findet: «Frauen sind digital zu wenig präsent.»

Das wollte die 40-Jährige ändern. Deshalb lancierte sie zusammen mit Blick.ch-Chefredaktorin Katia Murmann und Muriel Staub, Vorstandsmitglied von Wikimedia Schweiz, das Projekt «Frauen für Wikipedia». Am Donnerstag fand nun in Zürich der erste Event dieser Art statt. Gut 30 Journalistinnen und Journalisten folgten dem Aufruf zum «Edit-a-thon» –einem Schreibmarathon.

Ziel der dreistündigen Veranstaltung war es, der Männerlastigkeit von Wikipedia entgegenzuwirken und gemeinsam eine möglichst grosse Anzahl kurzer und knapper Einträge von und über Frauen zu erfassen. Unter dem Hashtag #womenedit berichteten einige auf Twitter über das Erlebnis, darunter auch Männer wie etwa SRF-Moderator Sandro Brotz.

Auch Ostschweizer Frauen fehlten

Ein Blick ins digitale Nachschlagewerk zeigt, dass viele Schweizer Frauen aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Wissenschaft keinen eigenen Wikipedia-Eintrag haben. Auch einige bekannte Frauen aus der Ostschweiz fehlen. So etwa die St.Galler Stadträtin Sonja Lüthi, die Standortförderin Isabel Schorer oder auch die St.Galler Unternehmerin Caroline Forster von Forster-Rohner. Lea von Bidder ist zwar keine «echte» Ostschweizerin, dafür aber eine ehemalige HSG-Studentin. Die 28-Jährige gründete nach der Uni ihr Start-up Ava und lancierte das Hormon-Tracking-Armband. Vom amerikanischen Wirtschaftsmagazin «Forbes» wurde sie gar zu den «30 einflussreichsten Unternehmerinnen unter 30 Jahren» gezählt.

Bisher hatten es all diese Frauen nicht auf Wikipedia geschafft. Seit Donnerstag ist das anders. Über sie und 56 weitere Frauen finden sich nun Einträge auf der digitalen Informationsplattform. Fortsetzung folgt.

Und so sieht es aus, wenn 30 Journalistinnen und Journalisten Einträge über Frauen auf Wikipedia erfassen:

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