Weil er nicht in Lustenau einkaufen durfte: 71-Jähriger aus dem Kanton St.Gallen beschimpft und verletzt Polizist

Am Donnerstag hat ein Mann aus Heerbrugg versucht, trotz des Corona-Einreiseverbots nach Österreich einzureisen. Weil der 71-Jährige sich der Polizei widersetzt hat, wird er bei der Staatsanwaltschaft Feldkirch zur Anzeige gebracht.

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Am Grenzübergang Lustenau-Au hat ein Mann aus Heerbrugg einen Vorarlberger Polizisten beleidigt und verletzt.

Am Grenzübergang Lustenau-Au hat ein Mann aus Heerbrugg einen Vorarlberger Polizisten beleidigt und verletzt.

Bild: Gian Ehrenzeller/Keystone

(pd/bro) Am Donnerstag hat ein 71-Jähriger in Heerbrugg wohnhafter türkischer Staatsbürger gegen 13.45 Uhr versucht, mit seinem Auto beim Grenzübergang Lustenau-Au nach Österreich einzureisen, um in Lustenau einkaufen zu gehen. Im Rahmen der derzeit stattfindenden Grenzkontrollen aus Anlass der Coronabestimmungen hat ein Vertreter der Bezirkshauptmannschaft Dornbirn festgestellt, dass die Einreise für den Mann nicht zulässig war, schreibt die Landespolizeidirektion Vorarlberg in einer Medienmitteilung. Dem Mann wurde die Einreise untersagt.

Mann fuhr auf Polizisten zu 

Der 71-Jährige wurde daraufhin wütend. Ein Beamter der Polizeiinspektion Lustenau wies ihn an, sein Fahrzeug zu wenden und wieder zurück in die Schweiz zu fahren. Dabei begann der 71-Jährige über das offene Fenster den Beamten lautstark mit Schimpfwörtern zu beleidigen.

Aufgrund dieser Beleidigung wurde der Autolenker vom Beamten angewiesen anzuhalten, um die Identität festzustellen. Wie die Vorarlberger Polizei weiter mitteilt, hielt der Mann jedoch nicht an.  Er fuhr auf den Beamten zu, der sich nur durch einen Sprung zur Seite in Sicherheit bringen konnte.

Als der 71-Jährige sein Fahrzeug auf Höhe des Beamten erneut anhielt, forderte ihn der Beamte durch Handzeichen auf, sein Fahrzeug abzustellen. Nachdem der Lenker aber plötzlich wieder losfuhr, wurde der Beamte durch das anfahrenden Fahrzeuges an seiner Hand verletzt. Der 71-jährige Mann aus Heerbrugg wird an bei Staatsanwaltschaft Feldkirch zur Anzeige gebracht.