Weichenstellung für den Thurgau

WEINFELDEN. Die Thurgauerinnen und Thurgauer stimmen am 23. September über den Netzbeschluss für die Bodensee-Thurtal-Strasse (BTS) und die Oberlandstrasse (OLS) ab. Das überparteiliche Ja-Komitee lancierte gestern in Weinfelden seinen Abstimmungskampf.

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WEINFELDEN. Die Thurgauerinnen und Thurgauer stimmen am 23. September über den Netzbeschluss für die Bodensee-Thurtal-Strasse (BTS) und die Oberlandstrasse (OLS) ab. Das überparteiliche Ja-Komitee lancierte gestern in Weinfelden seinen Abstimmungskampf.

Während die 800 Millionen teure BTS durch den Bund finanziert werden soll – National- und Ständerat müssen noch zustimmen –, muss der Kanton Thurgau für den Bau der OLS selber aufkommen. Die Kosten betragen 220 Millionen Franken. Der Thurgauer Grosse Rat folgte dem Regierungsrat und stimmte einer Erhöhung der Motorfahrzeugsteuer zu. Ein links-grünes Komitee ergriff das Referendum dagegen. Die Parteipräsidenten der Thurgauer SVP, FDP und EDU sowie die Präsidentin der CVP/GLP-Fraktion warben gestern für ein Ja zur BTS/OLS. Es handle sich um eine entscheidende Weichenstellung für die Entwicklung des Kantons Thurgau.

Das Thurgauer Strassennetz basiere auf Planungen der 1950er-Jahre. Bevölkerung und Siedlungen seien seither enorm gewachsen, während das Strassennetz unverändert geblieben sei. Die Dörfer und Städte im Thur- und Aachtal seien von dieser Entwicklung stark betroffen. (sda)