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Wegziehen ja, aber bitte nicht zu weit: Fünf Grafiken zum St.Galler Zügelverhalten

Die Bevölkerung im Kanton St.Gallen wächst, obwohl viele St.Galler abwandern. Die meisten kommen dabei allerdings nicht allzu weit. Auch ein beliebtes Ziel der St.Galler: Wetzikon. Einige zieht es aber auch nach Thailand oder Brasilien.
Roman Hertler
Zuwanderung in den Kanton St.Gallen (links), Abwanderung aus dem Kantons St.Gallen (rechts). (Quelle: Fachstelle für Statistik Kanton St.Gallen/Grafik: Selina Buess)

Zuwanderung in den Kanton St.Gallen (links), Abwanderung aus dem Kantons St.Gallen (rechts). (Quelle: Fachstelle für Statistik Kanton St.Gallen/Grafik: Selina Buess)

Der Kanton St.Gallen wächst. Das liegt aber weniger an den St.Gallern, denn die wandern nicht ungerne ab. Für das Bevölkerungswachstum in den vergangenen drei Jahrzehnten sind vor allem die Zuzüger aus dem Ausland verantwortlich. Die Balkankonflikte in den 1990er-Jahren trieben Tausende Menschen in die Flucht. Das schlug sich auch in der Zuwanderungsstatistik des Kantons St.Gallen nieder. Mit der Einführung der Personenfreizügigkeit 2002 kamen die Deutschen. Ein Trend, der mit der Finanzkrise 2008 wieder abflaute. Mittlerweile stammen die meisten Zuwanderer im Kanton aus Süd- und Osteuropa. Die St. Galler zieht es häufiger weg aus ihrem Heimatkanton, als Einwohner anderer Kantone nach St.Gallen kommen. Gemäss Zahlen der kantonalen Fachstelle für Statistik weist besonders das Alterssegment der 19- bis 29-Jährigen berufs- und ausbildungsbedingt eine hohe Mobilität auf. Diese Altersgruppe neigt doppelt so stark zum Wegzug wie die Gesamtbevölkerung. Die Rentner sind erwartungsgemäss am wenigsten mobil – sie wandern rund viermal weniger aus als die Gesamtbevölkerung.

Zuwanderung in den Kanton St.Gallen. (Quelle: Fachstelle für Statistik Kanton St.Gallen/Grafik: Selina Buess)

Zuwanderung in den Kanton St.Gallen. (Quelle: Fachstelle für Statistik Kanton St.Gallen/Grafik: Selina Buess)

Abwanderung aus dem Kanton St.Gallen. (Quelle: Fachstelle für Statistik Kanton St.Gallen/Grafik: Selina Buess)

Abwanderung aus dem Kanton St.Gallen. (Quelle: Fachstelle für Statistik Kanton St.Gallen/Grafik: Selina Buess)

St.Galler Mekka im Zürcher Oberland

Die meisten St.Galler, die dem Kanton den Rücken kehren, kommen nicht allzu weit. Von den 10614 Einwohnern, die im Jahresschnitt zwischen 2011 und 2016 in andere Kantone zogen, blieben 3724 in den Gemeinden gleich hinter der Kantonsgrenze hängen. Mit Abstand beliebteste Auswanderungsstadt der St.Galler ist Zürich. Im genannten Zeitraum sind 886 Personen dorthin gezogen. Auf den Rängen 2 bis 5 in der Beliebtheitsskala folgen Winterthur (379), Chur (155), Romanshorn (130) und Bern (127). Auf Rang 6 folgt Wetzikon mit 105 Zugewanderten aus dem Sanktgallischen pro Jahr. Die Beliebtheit der Zürcher Oberländer Gemeinde lässt sich wohl am ehesten damit erklären, dass die Hochschulstädte Zürich, Winterthur und Rapperswil-Jona relativ nahe liegen, das Wohnen dort hingegen teurer ist als ausserhalb der Bildungsstandorte. Auch die Nähe zum attraktiven Zürcher Arbeitsmarkt dürfte eine Rolle spielen. Trotz Wetzikons hoher Beliebtheit bei St.Galler Auswanderern ist es die Seegemeinde Romanshorn, welche die höchste Pro-Kopf-Zuwanderung aus St.Gallen aufweist. Auf einen Romanshorner kommen rund dreimal mehr St.Galler als auf einen Wetzikoner.

St.Galler wollen eine verwandte Sprache oder weisse Strände

Auch die St.Galler, welche die Schweiz verlassen, reisen in den meisten Fällen nicht sehr weit. Neue Sprachen lernen muss ebenfalls nicht unbedingt sein. Die beliebtesten Auswanderungsländer der St. Galler sind: Deutschland (176 pro Jahr), Liechtenstein (102) und Österreich (92). Es gibt sie aber, jene St.Galler, die richtig vom Fernweh und der Sehnsucht nach weissen Stränden gepackt werden: So wandern im Jahr 57 St.Galler nach Thailand, 38 nach Australien und 26 nach Brasilien aus. Beliebtestes Ziel der St.Galler Auswanderer in Übersee sind aber nach wie vor die Vereinigten Staaten von Amerika. Durchschnittlich lassen sich jährlich 71 St.Galler in den USA nieder.

Zuwanderung in den Kanton St.Gallen (links), Abwanderung aus dem Kanton St.Gallen /rechts). (Quelle: Fachstelle für Statistik Kanton St.Gallen/Grafik: Selina Buess)

Zuwanderung in den Kanton St.Gallen (links), Abwanderung aus dem Kanton St.Gallen /rechts). (Quelle: Fachstelle für Statistik Kanton St.Gallen/Grafik: Selina Buess)

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