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Wegen Trockenheit und Schädlingen: Bundesparlament befürwortet Thurgauer Vorstoss für die Züchtung robuster Kulturpflanzen

Die Landwirtschaft hat unter der Hitze und Trockenheit des vergangenen Sommers teilweise stark gelitten. Schon im Frühjahr verlangte der Thurgauer SVP-Nationalrat Markus Hausammann per Motion mehr Geld für die Züchtung robuster Pflanzen. Jetzt hat das Parlament zugestimmt.
Adrian Vögele, Bern
Mais gehört zu jenen Kulturpflanzen, die trockenes und heisses Wetter nur schlecht vertragen.(Bild: Donato Caspari)

Mais gehört zu jenen Kulturpflanzen, die trockenes und heisses Wetter nur schlecht vertragen.(Bild: Donato Caspari)

Hitze, Trockenheit, strengere Regeln für den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln: Das Überleben wird für die Kulturpflanzen in der Schweiz nicht einfacher. Nun soll die Züchtung robuster Sorten forciert werden. Im vergangenen März – noch vor der grossen Dürre – hat der Thurgauer SVP-Nationalrat Markus Hausammann eine Motion eingereicht mit dem Ziel, die finanziellen Mittel für die Pflanzenzüchtung deutlich aufzustocken. «Der vergangene Sommer hat nochmals gezeigt, dass das Anliegen dringend ist», sagt Hausammann, der selber Landwirt ist und den Thurgauer Bauernverband präsidiert. Dieser Meinung schliessen sich die eidgenössischen Räte an: Nach dem Nationalrat hat am Donnerstag auch der Ständerat der Forderung zugestimmt.

Nationalrat Markus Hausammann (SVP/TG). (Bild: Keystone)

Nationalrat Markus Hausammann (SVP/TG). (Bild: Keystone)

Zwar habe der Bund bereits eine Strategie für die Züchtung ausgearbeitet, schrieb Hausammann im Vorstoss. «Aber nun müssen den Worten auch Taten folgen.» Heute würden in der Schweiz etwa zehn Millionen Franken pro Jahr für die Pflanzenzüchtung aufgewendet, davon seien etwa 40 Prozent öffentlich finanziert. Im europäischen Vergleich sei das wenig. Deutschland beispielsweise investiere pro Kopf doppelt so viel wie die Schweiz. Hausammann forderte, dass der Bund für 2019 mindestens drei Millionen Franken zusätzlich einsetzt.

Geld soll nicht in grosser Organisation versickern

Der Bundesrat räumt ein: Die Züchtungsprogramme der Schweiz seien im internationalen Vergleich zwar erfolgreich, aber klein. Er befürwortet Hausammanns Motion und will nun ein Kompetenzzentrum für Pflanzen- und Tierzucht aufbauen.

Hausammann freut sich über die Zustimmung, hat aber Vorbehalte gegenüber den Plänen, ein Kompetenzzentrum zu schaffen. «Wichtig ist, dass das Geld nicht in einem grossen Apparat versickert, sondern dorthin fliesst, wo die tatsächliche Arbeit geleistet wird.» Über die konkrete Verwendung der Mittel fänden nun Gespräche statt. «Aus meiner Sicht wäre es zum Beispiel auch denkbar, dass der Bund statt eines Kompetenzzentrums einen Fonds für Pflanzenzüchtungen einrichtet.»

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