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Wegen Trockenheit im Kanton St.Gallen: Kein Feuer im Wald, kein unnötiger Wasserverbrauch

Die Trockenheit ist auch nach den Niederschlägen vom Wochenende weiter ein Problem. Die Regierung des Kantons St.Gallen hat deshalb entschieden, ab sofort und bis auf Widerruf ein absolutes Feuerverbot in Wald und Waldesnähe zu verhängen. Die Bevölkerung wird zudem dazu aufgerufen, den Wasserverbrauch aufs Notwendige zu beschränken.
Nicht mehr erlaubt: Bräteln im Wald ist im Kanton St.Gallen verboten. (Bild: Keystone)

Nicht mehr erlaubt: Bräteln im Wald ist im Kanton St.Gallen verboten. (Bild: Keystone)

(stm) Es will und will nicht regnen. Die Waldbrandgefahr in der Ostschweiz steigt. Jetzt sieht sich nach dem Kanton Thurgau auch der Kanton St.Gallen gezwungen, im ganzen Kanton ein Feuerverbot und Feuerwerksverbot in Wald und Waldesnähe, das heisst bis zu einem Abstand von 200 Metern, zu erlassen. Es ist generell untersagt, im Wald Feuer zu entfachen, schreibt die Staatskanzlei St.Gallen in einer Mitteilung. Das Verbot betreffe auch die Nutzung von offiziellen Feuerstellen. Die Abstände seien zudem auch für Höhenfeuer einzuhalten.

Verboten ist auch das Steigenlassen von Himmelslaternen, Ballonen mit Wunderkerzen, Glücks- und Wunschlaternen oder Kong-Ming-Laternen. Ebenfalls untersagt ist das Wegwerfen von brennenden Streichhölzern und Rauchwaren. Das Verbot wird vom Sicherheits- und Justizdepartement verfügt. Personen, die das Verbot missachten, werden polizeilich verzeigt, heisst es weiter.

Trockenheit in der Ostschweiz: Was ist erlaubt? Was verboten?

Darf ich...? Thurgau St.Gallen
...am 1. August Feuerwerk anzünden ja ja
...im Wald/in Waldesnähe ein Feuer machen nein nein
...in Feuerstellen im Siedlungsgebiet ein Feuer machen ja ja
...auf dem Waldspaziergang rauchen ja ja
...meinen Garten giessen ja vermeiden
...mein Auto waschen ja vermeiden
...das private Schwimmbecken füllen ja vermeiden
...Wasser aus kleinen Gewässern entnehmen ja nein

Feuerverbot in Thurgauer Wälder

Der Kanton Thurgau hat bereits am Montag ein Feuerverbot in Wäldern und in Waldesnähe erlassen. Es gilt auf dem ganzen Kantonsgebiet ab diesem Freitag – so lange, bis der Kanton Entwarnung gibt. Die Waldbrandgefahr wurde zudem auf Stufe vier «grosse Gefahr» gesetzt.

Das Feuermachen in mindestens 200 Meter Distanz zum Wald bleibt erlaubt. Allerdings appelliert die Thurgauer Regierung an die Selbstverantwortung der Bevölkerung: Man soll das Feuer nicht unbeaufsichtigt lassen und anschliessend mit Wasser löschen.

Feuerwerk am 1. August erlaubt

Sowohl der Kanton Thurgau als auch der Kanton St.Gallen haben das Anzünden von Feuerwerk und Funken am 1. August nicht verboten. Doch auch hier gilt in beiden Kantonen der 200-Meter-Mindestabstand zum Waldrand. Die Lage werde bis zum Nationalfeiertag aber weiter beobachtet und laufend beurteilt.

Mässige Waldbrandgefahr im Appenzellerland

Nach wie vor etwas weniger angespannt ist die Situation in den beiden Appenzell. Dort wurde die Waldbrandgefahr am Montag immer noch als mässig eingeschätzt – man behalte die Lage aber im Auge. Über allfällige Massnahmen würden die Kantone in der zweiten Wochenhälfte informieren.

St.Gallen schränkt Wasserentnahme ein

Im Kanton St.Gallen wurde neben dem Feuerverbot eine weitere Massnahme ergriffen: Das Amt für Wasser und Energie hat die Wasserentnahme aus kleineren Oberflächengewässern verboten. Der Gemeingebrauch sei ab sofort untersagt. Die Böden seien teilweise so trocken, dass der gefallene Regen komplett versickere und kein Wasser in den Gewässern angekommen sei. Deswegen hätten sich die Wasserpegel auch nicht erholen können.

Aus folgenden Gewässern darf weiterhin Wasser bezogen werden:

  • Bodensee
  • Zürich-Obersee
  • Walensee
  • Alpenrhein
  • Rheintaler Binnenkanal
  • Werdenberger Binnenkanal
  • Saarkanal ab Sargans
  • Seez ab Plons
  • Linthkanal
  • Sitter ab St. Gallen-Sittertal

Die St.Galler Bevölkerung wird zudem dazu aufgerufen, mit dem Trink- und Brauchwasser sorgsam umzugehen und den Verbrauch aufs Notwendige zu beschränken. Auto waschen, Rasen- und Gartenbewässerung und das Füllen von privaten Schwimmbädern sollten nach Möglichkeit unterlassen werden. Zudem empfiehlt der Kanton, die Laufbrunnen abzustellen oder im Durchfluss zu verringern.

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