Wegen trockenem Wetter: St.Galler Regierung erlässt für ganzen Kanton Feuerverbot im Wald und in Waldesnähe

Die warmen und niederschlagsarmen Tage haben die Waldbrandgefahr im ganzen Kanton ansteigen lassen. Die St.Galler Regierung spricht deshalb für den ganzen Kanton ein Feuerverbot im Wald und in Waldesnähe aus.

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Wegen Waldbrandgefahr gilt ab Samstag ein Feuerverbot im ganzen Kanton.

Wegen Waldbrandgefahr gilt ab Samstag ein Feuerverbot im ganzen Kanton.

Bild: Hanspeter Schiess

(pd/nat) Das trockene Wetter der vergangenen Wochen führt zu einer grossen Waldbrandgefahr. Die Wetteraussichten versprechen keinen Niederschlag, dafür viel Sonnenschein und Temperaturen von über 20 Grad. Gerade in Zeiten des Coronavirus nutzt die Bevölkerung das Naherholungsgebiet Wald intensiv. Damit dies so bleiben kann, spricht die Regierung ein Feuerverbot im Wald und in Waldesnähe aus. Das teilt die Regierung in einem Communiqué mit.

Das Feuerverbot gilt ab Samstag, 25. April, und bis auf Widerruf. Damit gilt im ganzen Kanton ein Feuer- und Feuerwerksverbot im Wald und in Waldesnähe, bis zu einem Abstand von 200 Metern. Das Verbot betrifft ebenso die Nutzung von offiziellen Feuerstellen, das Abfeuern von Feuerwerk sowie das Steigenlassen von Himmelslaternen.

Das Wegwerfen von Zigarettenstummeln ebenso verboten und aus ökologischen Gründen auch in normalen Zeiten nicht angebracht. Das Verbot wird vom Sicherheits- und Justizdepartement verfügt. Personen, die das Verbot missachten, werden polizeilich verzeigt. Den Gemeinden ist es überlassen, strengere Vorschriften zu verfügen, heisst es in der Mitteilung weiter.

Tiefe Wasserstände in vielen Fliessgewässer

Die Trockenheit hat auch Auswirkungen auf die Gewässer, dort sind aktuell aber keine Massnahmen nötig. Im Winter 2019/20 fiel in der Schweiz wesentlich weniger Schnee als üblich. Im Gegensatz zum Hitzesommer 2018 ist somit viel weniger Schnee vorhanden, der als Schmelzwasser in die Gewässer gelangt.

In Kombination mit den seit Mitte März weitgehend ausbleibenden Niederschlägen führt das in vielen Fliessgewässer zu tiefen Wasserständen. Für Fische und andere Wasserlebewesen führt das zu erhöhtem Stress. Die Grundwasserstände liegen vielerorts noch im üblichen Bereich, lokal aber sind diese stark gesunken.