Wegen Pilzbefall
Stadtrat entscheidet: Bündnerhof-Platane in Arbon wird gefällt

Ein zweites Gutachten bestätigt: Die Platane beim ehemaligen Restaurant Bündnerhof in Arbon ist von mehreren Pilzen befallen. Der Baum ist dadurch bruchgefährdet. Der Stadtrat hat deshalb entschieden: Der 33 Meter hohe Baum wird gefällt.

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33 Meter hoch und bruchgefährdet: Die Platane beim Bündnerhof in Arbon ist krank und wird gefällt.

33 Meter hoch und bruchgefährdet: Die Platane beim Bündnerhof in Arbon ist krank und wird gefällt.

Bild: Reto Martin (21. Oktober 2020)

(pd/dar) Jetzt ist definitiv klar: Die Bündnerhof-Platane in Arbon ist von holzzersetzenden Pilzen befallen. Der Arboner Stadtrat hat deshalb ein Fällungsgesuch bewilligt, wie er in einer Medienmitteilung schreibt. Bereits im Herbst 2020 kam ein erstes Gutachten zum Schluss, dass Pilze den 33 Meter hohen Baum befallen haben und ihm das Leben aus den Zweigen saugen. Der Stadtrat gab daraufhin ein zweites Gutachten in Auftrag, welches nun die Erstmeinung bestätigt.

Gestützt auf das zweite Gutachten hat der Stadtrat an seiner Sitzung vom 22. Februar deshalb das Gesuch um die Fällung des Baumes bewilligt. Doch der Baum soll ersetzt werden. Der Stadtrat schreibt:

«Am Standort der Platane wird ein einheimischer hochstämmiger Baum gepflanzt, der dann ebenfalls geschützt sein wird.»

Sollte eine allfällige Projektänderung eine städtebaulich bessere Lösung ergeben, könne auch ein anderer Standort auf der gleichen Parzelle geprüft werden, heisst es weiter.

Baum ist unrettbar krank

Mit seinem Beschluss folgt der Stadtrat der Empfehlung der Grünraumkommission. Beide Gutachten im September und im Dezember 2020 seien unabhängig voneinander zum Schluss gekommen, dass der Baum unrettbar krank sei und raschmöglichst gefällt werden müsse. Hinweise auf eine Vergiftung des Baumes fanden sich keine. «Das zweite Gutachten kam gar zum Schluss, die Platane sei nicht nur von holzzersetzenden Pilzen befallen, sondern auch von der Platanenwelke, auch Platanenkrebs genannt», schreibt die Stadt.

Doch diese Vermutung bestätigte sich nicht: Der kantonale Pflanzenschutzdienst (Beratungszentrum Arenenberg) nahm unter Beizug der eidgenössischen Forschungsanstalt WSL (Wald, Schnee, Landschaft) Proben des Baums. Die Untersuchung hat gezeigt, dass kein Fall von Platanenkrebs vorliegt. Hingegen hat die Untersuchung den Fäulnispilzbefall am Stamm bestätigt.

Zudem fanden sich Hinweise auf die Massariakrankheit – eine weitere Pilzkrankheit, die erhebliche Bruchgefahr zur Folge hat und somit ein Sicherheitsrisiko darstellt. Entsprechend macht die Abteilung Natur und Landschaft des kantonalen Amts für Raumentwicklung in ihrer Stellungnahme keine Einwände gegen die Fällung geltend.