Wegen ehrverletzender Aussagen: St.Galler Grünliberale schliessen Erika Häusermann aus der Partei aus

Erika Häusermann, Präsidentin der Grünliberalen Wahlkreis Wil, ist nicht länger Parteimitglied: Wegen «parteischädigenden Verhaltens» wird sie aus der Partei ausgeschlossen.

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Nicht länger Parteimitglied: Erika Häusermann, Präsidentin der Grünliberalen im Wahlkreis Wil.

Nicht länger Parteimitglied: Erika Häusermann, Präsidentin der Grünliberalen im Wahlkreis Wil.

Bild: Hanspeter Schiess

(pd/red.) Wie Nadine Niederhauser, Präsidentin der St.Galler Grünliberalen in einer Mitteilung festhält, waren der Hauptgrund und Auslöser für den Parteiausschluss «mehrere ehrverletzende Aussagen» im regionalen Online-Magazin «hallowil.ch».

Für die GLP Kanton St.Gallen seien diese «öffentlichen und nachweislich unbegründeten Anschuldigungen» gegen eine Parteikollegin inakzeptabel. «Leider sind mehrere Versuche gescheitert, die Angelegenheit
in einem klärenden Gespräch zu bereinigen», heisst es in der Medienmitteilung der Parteispitze weiter. Die Geschäftsleitung der Kantonalpartei habe Erika Häusermann zudem vergeblich aufgefordert, eine entsprechende Richtigstellung zu veröffentlichen.

Die Grünliberalen bedauerten den Ausschluss einer langjährigen und aktiven Parteiexponentin, erachteten ihn aber aufgrund der Vorkommnisse als unausweichlich.

Erika Häusermann will sich wehren

Erika Häusermann zeigt sich in einer kurzen Stellungnahme erstaunt über das Vorgehen ihrer Partei. «Die glp Kanton St. Gallen hat Ihnen und mir gestern überraschend mitgeteilt, dass der Kantonalvorstand offenbar beschlossen hat, mich aus der Partei auszuschliessen», schreibt sie. Sie sei dabei, die Situation zu prüfen, und werde sich «auf jeden Fall gegen diese Posse» wehren. «Ich bitte Sie um Verständnis, dass ich mich für den Moment zu diesem Thema nicht weiter äussern werde», schreibt Häusermann.

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