Wegen Corona-Virus: Chauffeure verkaufen im Ostwind-Gebiet keine Tickets mehr

Der Tarifverbund Ostwind empfiehlt Massnahmen zum Schutz der Fahrgäste und des Fahrpersonals vor einer Ansteckung durch das Corona-Virus. 

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Wegen des Corona-Virus soll die vorderste Tür in Fahrzeugen des Ostwind-Tarifverbundes geschlossen bleiben.

Wegen des Corona-Virus soll die vorderste Tür in Fahrzeugen des Ostwind-Tarifverbundes geschlossen bleiben.

Bild: Andrea Stalder

(pd/bro) Die aktuellen Empfehlungen des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) zum Schutz vor einer Ansteckung mit dem Corona-Virus verlangen von der öV-Branche ein zusätzliches Handeln für die Verringerung der Ansteckungsgefahr für Fahrgäste und Fahrpersonal. Das schreibt der Tarifverbund Ostwind am Dienstag in einem Communiqué.

Basierend auf den Empfehlungen der Postauto AG habe man entschieden, die Massnahmen im Sinne der Einheitlichkeit im öffentlichen Verkehr in der Schweiz auch den Transportunternehmungen im Ostwind zu empfehlen, heisst es weiter. Ostwind empfiehlt folgende betriebliche Massnahmen:

  • Die vorderste Türe beim Fahrpersonal bleibt geschlossen. Die Fahrgäste werden mittels Fahrgastinformation darauf aufmerksam gemacht, die hinteren Türen zu benutzen.
  • Der Ticketverkauf durch das Fahrpersonal auf Regionalbussen wird eingestellt. Die Fahrgäste sind angehalten, ihre Tickets auf anderen Kanälen zu erwerben, beispielsweise am Ticketautomaten, am Kundenschalter oder über die digitalen Kanäle (Webshop, Ostwind-Tickets, Fairtiq, Lezzgo, SBB Mobile).

Die Ziele dieser betrieblichen Massnahmen sind der Schutz der Fahrgäste und der Mitarbeitenden. Der Zweck ist die Aufrechterhaltung des ordentlichen Fahrplans, so dass möglichst lange keine oder nur geringe gesundheitliche Ausfälle beim Fahrpersonal wegen des Coronavirus vorkommen.

Fahrausweispflicht bleibt bestehen

Für die Fahrgäste gilt die Fahrausweispflicht gemäss Ostwind weiterhin. Während in Bussen mit Billettautomaten der Fahrausweis nach wie vor an den Automaten im Bus gekauft werden kann, empfiehlt der Tarifverbund bei einer Fahrt im Regionalbus, das Ticket vor der Fahrt zu beziehen. Dies gelte insbesondere für die Weiterreise mit anderen öV-Transportunternehmungen.

Auch in den Frauenfelder Stadtbussen bleibt die vorderste Türe zu

Auch Stadtbus Frauenfeld hat wegen des Corona-Virus Massnahmen in seinen Fahrzeugen ergriffen, wie es am Dienstag in einer Medienmitteilung heisst. Um Fahrgäste sowie die Busfahrerinnen und Busfahrer zu schützen, bleibt bei den Stadtbussen ab Mittwoch und bis auf Weiteres die vorderste Tür beim Fahrpersonal geschlossen.

Die Fahrgäste mache man mittels Plakaten und Fahrgastinformationen darauf aufmerksam, die hinteren Türen zu benutzen und wenn immer möglich Abstand zu anderen Fahrgästen und dem Fahrpersonal zu halten.

Tarifverbund Ostwind

In der Genossenschaft Tarifverbund Ostwind sind 31 Transportunternehmungen des öffentlichen Verkehrs der Bereiche Bahn, Bus, Schifffahrt, Standseil- und Luftseilbahn aus den Kantonen St.Gallen, Thurgau, Schaffhausen, Appenzell Ausserrhoden, Appenzell Innerrhoden, Glarus und Schwyz (March) zusammengeschlossen mit dem Zweck den Zugang der Kunden zum Gesamtsystem des öffentlichen Verkehrs im Verbundgebiet zu fördern. (pd)

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