Wegelin – ein Ende wie ein Krimi

2016 wäre die Bank Wegelin 275 Jahre alt geworden. Grund zum Feiern gibt es nicht, stattdessen werden nach dem abrupten Ende der Bank immer noch Scherben aufgeräumt. Nun sind weitere Details an die Öffentlichkeit gelangt.

Markus Rohner
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Das Gebäude der Bank Wegelin am Bohl in St. Gallen. (Bild: Hanspeter Schiess)

Das Gebäude der Bank Wegelin am Bohl in St. Gallen. (Bild: Hanspeter Schiess)

ST. GALLEN. Irgendeiner muss an diesem Tag gepfuscht und auf den falschen Knopf gedrückt haben. Als die Beamten der englischen Metropolitan Police in London die Tonbänder abhören wollten, war nichts zu hören. Keine Stimme, kein Satz, der ihnen auf ihrer Jagd hätte weiterhelfen können. Jetzt, da sie so nah am Ziel waren, drohte den Häschern aus England und den USA der Fisch aus der Ostschweiz zu entgleiten. Es ist eine Story wie aus einem Wirtschaftskrimi, die seit ein paar Wochen in allen Details im Internet zu lesen ist. Im Juni publizierte das Zürcher Online-Wirtschaftsbulletin «Inside Paradeplatz» ein Protokoll eines US-Steuergerichts zur St. Galler Privatbank Wegelin. Eine Institution auf dem Schweizer Finanzplatz, die im nächsten Jahr 275 Jahre alt geworden wäre, nach 2010 aber innerhalb von ein paar wenigen Monaten zerstört worden ist.

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