WASSERAUEN: Gleitschirmflieger stirbt nach Landung

Die Kantonspolizei Appenzell Innerrhoden hat gestern einen 62-jährigen Mann leblos gefunden. Der Gleitschirmflieger stürzte nahe Wasserauen ab - zuvor scheint er sicher gelandet zu sein.

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Der Mann wurde seit dem 23. Juni vermisst. (Bild: Keystone/Symbolbild)

Der Mann wurde seit dem 23. Juni vermisst. (Bild: Keystone/Symbolbild)

WASSERAUEN. Die Innerrhoder Kantonspolizei hat am Montagabend die Leiche eines vermissten Mannes gefunden. Bei dem Toten handelt es sich laut Communiqué um einen 62-jährigen, in Appenzell Ausserrhoden wohnhaften Gleitschirmflieger, der seit vergangenem Sonntag als vermisst gegolten hat. Sein Cabriolet war bereits seit Donnerstag, 23. Juni, auf einem Parkplatz in Wasserauen abgestellt worden, der Autobesitzer konnte nicht erreicht werden. Auch die Angehörigen bestätigten, dass der Mann seit besagtem Donnerstag nirgends mehr aufgetaucht war.

Mobiltelefon geortet
Gestern wurde eine Notsuche nach dem Mobiltelefon des Vermissten eingeleitet. Während der intensiven Suche mit dem Polizeihelikopter der Kantonspolizei Zürich hat die Polizei ein Flugverbot für sämtliche Gleitschirme im Fluggebiet Ebenalp erlassen. Kurz nach 18 Uhr gelang es, das Mobiltelefon des Vermissten zu orten, und so fanden die Einsatzkräfte den leblosen Körper des vermissten Mannes.

Grund für Sturz noch unklar
Es ist davon auszugehen, dass sich der 62-Jährige am Donnerstag mit seinem Cabriolet nach Wasserauen begeben hat, und von dort aus mit seinem Gleitschirm mit der Luftseilbahn auf die Ebenalp gefahren ist. Dort startete er laut Polizei bei günstigen Bedingungen zu seinem Flug. An einem bisher nicht bekannten Ort landete er und packte seinen Schirm zusammen. Aus unbekannten Gründen stürzte er dann im sehr steilen und dicht bewaldeten Gelände südöstlich von Wasserauen ab und zog sich dabei tödliche Verletzungen zu.

Wie die Polizei weiter schreibt, konnte der Mann nur aufgrund der Tatsache, dass der Akku noch nicht leer war, überhaupt geortet werden. Im Auftrag der Staatsanwaltschaft von Appenzell Innerrhoden wird die Todesursache abgeklärt. (kapo/jmw)