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Was macht Walter?

Polaroid

Das Erwischen des richtigen Zeitpunktes ist ein zentrales Element erfolgreicher Politik. Zu welchem Zeitpunkt eine Debatte losgetreten oder eine Vorlage lanciert wird, kann darüber entscheiden, wie die Sache ausgeht. Dasselbe gilt auch – und erst recht – für personalpolitische Fragen. Ob Kandidaten Erfolg versprechend auf die Schienen gestellt oder verheizt werden, sagt viel aus über vorhandenes oder eben mangelndes Fingerspitzengefühl.

Was gar nicht geht: zu spät dran sein. Der Konkurrenz hinterherhecheln. Darum hat die St. Galler CVP die Gunst des ruhigen Jahreswechsels genutzt und am 3. Januar den Abgang von Nationalrat Jakob Büchler verkündet. Obwohl er erst im März zurücktreten wird. Das schafft Aufmerksamkeit.

Auch die FDP würde gern am fahrenden Zug ein Rad wechseln. Aber Walter Müller, gleichlang wie Büchler in Bern tätig, liess sich bislang keinen Rückzugstermin entlocken. Auf entsprechende Fragen hat er im Gegenteil stets unwirsch reagiert – und klargestellt, dass er selber und nicht die Partei den Schlussstrich ziehen werde.

Jetzt, wo ihm die CVP kurzfristig die Schau gestohlen hat, fragt man sich beim Freisinn: Was macht Walter? Zwei Optionen stehen im Vordergrund: Er macht gar nichts und bleibt – bis Ende der Amtsdauer oder sogar noch eine mehr. Aussen- und Landwirtschaftspolitik wird es immer geben. Oder er holt zum überraschenden Gegenschlag aus und tritt auf den 8. März zurück. Das wäre dann einen Tag früher als Jakob Büchler. Und Müller definitiv kein Sesselkleber. (lü)

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