Was die Fananwältin sagt

Die Zürcher Anwältin Manuela Schiller vertritt den Basler Fan, dessen Foto fälschlicherweise unverpixelt online gestellt worden ist. Zum Fall äussert sie sich nicht. Generell sagt sie: «Das unverpixelte Aufschalten von Fahndungsfotos ist ein Eingriff in die Persönlichkeitsrechte.

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Die Zürcher Anwältin Manuela Schiller vertritt den Basler Fan, dessen Foto fälschlicherweise unverpixelt online gestellt worden ist. Zum Fall äussert sie sich nicht. Generell sagt sie: «Das unverpixelte Aufschalten von Fahndungsfotos ist ein Eingriff in die Persönlichkeitsrechte. Weil Fehler menschlich sind, nimmt man sie mit diesem Vorgehen auch in Kauf.» Deshalb findet Schiller, dass der Internet-Pranger – wenn überhaupt – nur bei schweren Straftatbeständen zur Anwendung kommen soll. «Staatsanwaltschaft und Polizei müssen eine Güterabwägung zwischen der mutmasslichen Straftat und dem Eingriff in die Persönlichkeitsrechte vornehmen. Und besondere Sorgfalt walten lassen», so Schiller.

Bereits vor zweieinhalb Jahren sorgte eine Ermittlungspanne nach einem Spiel zwischen St. Gallen und Basel für Schlagzeilen. Die Stadtpolizei hatte zunächst Videoaufnahmen übersehen, die einen zu Unrecht beschuldigten Basler Fan entlasteten. (dwa)