Wandertipp: Über Kuhweiden zur Osteregg mit Ausblick auf den Säntis

Die gut ausgeschilderte Wanderung von Urnäsch zum Bergrestaurant Osteregg führt durch Kuhwiesen und Wälder, vorbei an einer Sternwarte und einem Bikepark. Belohnt wird man auf der Wanderung mit einem Ausblick auf den Säntis und die herbstlichen Hügel des Appenzellerlandes.

Sabrina Manser
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33 Bilder
Blick zurück auf Urnäsch
Sternwarte «Grosser Bär» bei Chräg
Blick auf das Restaurant Blattendürren, das seit Ende Oktober geschlossen ist
Bergrestaurant Skihaus Osteregg
Blick auf Chräg, dahinter liegt Urnäsch
Pumptrack in Urnäsch

Infobox

Start: Urnäsch Bahnhof
Ziel: Urnäsch Bahnhof
Strecke: 8.8 km
Wanderzeit: 2 h 50 min
Aufstieg: 485 m
Abstieg: 485 m
Ausrüstung: gutes Schuhwerk, Wanderung nicht für Kinderwagen geeignet
Gaststätten: Hotel Krone Urnäsch, Oktober bis März: Mi bis So, April bis September: Di bis So geöffnet, jeweils von 8.30 bis 23 Uhr; Bergrestaurant Osteregg, Mi bis So geöffnet, jeweils von 10 bis 17 Uhr
Öffentlicher Verkehr: Zug S23 von Herisau in Richtung Wasserauen bis Urnäsch
Kartenmaterial: Landkarte: 1:25000, Blatt: Blatt 1094 Degersheim, 1114 Nesslau & 2514 Säntis-Churfirsten. (mas)

1 Urnäsch Die herbstliche Wanderung zum Bergrestaurant Osteregg startet in Urnäsch. Oberhalb des Bahnhofs Urnäsch liegt ein Parkplatz, gleich gegenüber ist das Hotel Krone. Der Wegweiser bei der Kreuzung zeigt in Richtung Unter Lauftegg, vom Parkplatz aus geht es nach links der Strasse entlang. Unmittelbar nach der Brücke weisen gelbe Pfeile nach rechts. Der Weg führt über die Wiese hoch.

Beim Blick zurück sieht man Urnäsch – wenn man Glück hat, fährt die Appenzeller Bahn durch das Dorf. Weiter links zeigt sich die Hochhalp, die schon ein wenig verschneit ist. Nach dem Bauernhaus geht es auf die Strasse. Dann verläuft der Wanderweg in einen kleinen Wald hinein, wo das Rauschen des Bachs lauter wird. Es geht dem gelben Pfeil folgend weiter gerade aus. An der nächsten Kreuzung geht es nach rechts, Richtung Osteregg, Blattendürren. Man spaziert weiter auf der Strasse. Links fressen sich die Kühe gemütlich durch die Wiese, dahinter liegt ein Wald, der langsam bunter wird.

2 Chräg Ein Blick nach vorn lässt im ersten Moment die Stirn runzeln. Eine weisse Kuppel erhebt sich auf einem der Häuser. Ein Teleskop! Es gehört zur Urnäscher Sternwarte Grosser Bär. Öffentliche Führungen werden auf Anfrage angeboten. Gegenüber der Sternwarte liegt das ehemalige Altersheim, welches seinen Platz nun in einem Neubau im Dorf gefunden hat. Hier bei Chräg befinden sich auch Parkplätze. Wer sich also den ersten leichten Aufstieg sparen will, kann direkt bis Chräg fahren und von dort aus die Wanderung starten.

Dem Wegweiser folgend geht es nach links in Richtung Blattendürren. Auf der linken Seite sieht man die Hundwiler Höhe, auf der rechten Seite den Gipfel Hochhamm. Ein wenig weiter liegt nach dem Waldstück links eine Feuerstelle. Sie ist mit einer kleinen Steinmauer umrundet und bietet einen verstellbaren Rost. Rundherum sind Bänke aufgestellt, einen Tisch gibt es keinen. Dafür lässt sich hinter den Bäumen ein Holzlager finden.

Bei der nächsten Kreuzung geht es links in Richtung Oberhaumösli, Lauftegg. Der Kiesweg führt in den Wald. Ein paar Meter nach der nächsten Abzweigung schlängelt sich der Pfad noch tiefer in den Wald hinein. Hier wird es steiler und nach starkem Regen wird es auf dem lehmigen Boden etwas rutschig. Doch bald ist man ausserhalb des Waldes und wieder auf festerem Grund.

3 Oberhaumösli Beim Bauernhaus Oberhaumösli, geht es links die Wiese hinauf in Richtung Lauftegg. Die Hälfte der Wanderung ist fast geschafft. Am Ende des Hügels zeigen sich langsam die Dächer der Alphütten. Auf einmal taucht auch der verschneite Kronberg zwischen zwei Häusern auf. Ein paar Meter weiter folgt die nächste Belohnung: Der Blick auf den Säntis. Er ist schon tief verschneit und scheint zum Greifen nah.

4 Zimmermanns-Lauftegg Der Aufstieg von knapp 500 Höhenmetern ist erreicht. Auf dem Kiesweg geht es geradeaus. Bei der Verzweigung biegt man nach rechts auf die Strasse in Richtung Blattendürren. Langsam beginnt der Abstieg mit Ausblick auf die hügelige Appenzeller Landschaft, die sich nach und nach in herbstliche Töne verfärbt. Der Weg führt am Restaurant Blattendürren vorbei, das seit Ende Oktober geschlossen ist.

5 Blattendürren Die Aufwärmstation lässt aber nicht lange auf sich warten: Bei Blattendürren biegt man rechts ab und blickt schon auf das Bergrestaurant Osteregg. Es geht die Strasse runter und dann bei der Kreuzung rechts in Richtung Osteregg. Langsam wird der Wind kälter und erste Schneeflocken fallen. Nach der Verzweigung beim Parkplatz folgt der letzte Aufstieg. Nach einem kurzen Stück auf der Strasse, führt der Weg rechts in den Wald in Richtung Ferienhaus Wülflingen.

6 Osteregg Im Winter trudeln Skifahrer und Snowboarder ins Bergrestaurant Osteregg, denn der Skilift von Urnäsch endet wenige Meter neben dem Restaurant. Nach einer Stärkung geht es die Kiesstrasse runter und man biegt nach rechts ab. Beim Bauernhof zeigt ein Schild nach rechts in Richtung Urnäsch, Chräg. Über die etwas nasse Wiese führt der Weg in den Wald. Nach einem kurzem, etwas steilerem Abschnitt flacht der Weg wieder ab. Vereinzelt lassen sich noch ganz wunderliche Pilzformationen entdecken.

7 Chräg / 8 Urnäsch Bei Chräg angekommen geht es bei der Kreuzung geradeaus. An einer Hauswand zeigt ein Wanderwegzeichen Richtung Wiese. Urnäsch liegt nun wieder direkt vor der Nase. Es wird langsam etwas düster und wieder fallen Schneeflocken. Ein schmaler Weg führt durch das nasse Gras an einem Bauernhaus vorbei. Die Schneeflocken verwandeln sich langsam aber sicher in Regen. Die Schritte werden schneller. Nun blickt man auf einen sogenannten Pumptrack, der am Rande der Gemeinde liegt. Die hügeligen Wege können mit dem Fahrrad, Trottinett, Skateboard oder Rollschuhen befahren werden. Ein kleiner Junge dreht noch seine letzte Runde. Auch die Wanderung ist bald fertig. Der Weg führt geradeaus, bei der Hauptstrasse biegt man nach rechts. Auf der rechten Seite liegt der Parkplatz – schnell ins trockene Auto.