Wandertipp: Über dem Nebelmeer die Weite von Bodensee und Alpsteinpanorama geniessen

Querfeldein verläuft diese Route von Trogen, Gfeld über Wiesen, Bäche zum Restaurant Hohe Buche. Eine beliebte Strecke, mal anders gelaufen. Ideal für eine Stadtflucht aus nebligen Novembertagen in der Stadt.

Viola Priss
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Blick auf Trogen im Nebelmeer verschwunden
20 Bilder
Geht es da lang? Über die Wiese, hinein in den kleinen, unscheinbaren Wald zwischen Unterbach und Hoher Buche.
Durch den Wald zwischen Unterbach und Hohe Buche entdecken wir den Säglisbach.
Entdeckung im Wald: Der Säglisweier.
Erntezeit auf Trogener Höfen.
Ein bisschen Magie : Blick auf den Alpstein von der Hohen Buche
Bodenseeblick (unter dem Nebel) Richtung Speicher
Die fantastischen Vier: Blick auf den Alpstein mit hohem Kasten, Säntis , Altmann und Speer.
Einkehr auf der Hohen Buche in Bühler
Hohe Buche Bühler
Blick auf Teufen und Stein von der Hohen Buche.
Er geleitet uns dorfwärts: der typische Appenzellerhund.
Die Liebesbox an der Weggabelung Richtung Dorf Bühler.
Mystik beim Abstieg Richtung Steigbach.
Auf dem Weg von der Hohen Buche nach Steigbach.
Der Paracelsusweg, überall gut ausgeschildert.
Hof in Steigbach
Änderung des Blickwinkels in Steigbach
Zum Abschluss ein Heissluftbalon geleit ins Dorf Bühler hinab.

Blick auf Trogen im Nebelmeer verschwunden

Bild: Viola Priss

Infobox

Start: Trogen, Gfeld
Ziel: Bühler, Dorf
Strecke: 5,8 km
Wanderzeit: 2 h 15 min.
Aufstieg: 306 m
Abstieg: 394 m
Ausrüstung: Festes Schuhwerk, die Wanderung ist nicht für Kinderwagen geeignet.
Gaststätten: Gaststätte Hohe Buche Bühler, Trogen
Parkplätze: Unterhalb des Restaurants Hohen Buche in Bühler
Öffentlicher Verkehr: Mit der Appenzellerbahn von St. Gallen bis Trogen, Gfeld. Einsteigen retour auch mit der Appenzellerbahn von Bühler Dorf.
Kartenmaterial: 1: 25'000, Blatt 1095 Gais

1. Trogen, Gfeld

Wo Nebel ist, ist irgendwo auch Sonne. Sie zu erobern, gilt dieser Sonntagsausflug: Schon mit der Bahn von St. Gallen bis zur Station Gfeld in Trogen steigt das königliche Gefühl mit jedem Höhenmeter. Unten verschwindet alles in dichtem Nebelmeer, oben erwarten den Eskapisten Weite und Novembersonne. Von der Bahnstation geht es direkt hügelaufwärts und querfeldein hinein in das verwunschene Wäldchen zwischen Unterbach und dem Restaurant Hohe Buche.

2. Säglisbach

Dort entdeckt der Mutige den Säglisbach und den Unterbachweiher, bei dem eine kleine Feuerstelle sowie ein Bänkchen zum Verweilen und Staunen einlädt. Es würde nicht verwundern, würde jetzt eine Nymphe dem Weiher entsteigen, während die Ruhe auf der Bank genossen werden kann. Für all jene, die sich abseits des direkten, asphaltierten Wanderweges von Dorf Trogen zum Restaurant Hohe Buche über Wiese, Wald, Stock und Stein zum Aussichtspunkt begeben, geht die Belohnung tierisch weiter: Auf dem Buchenweg passiert man mehrere Gehöfe. Kaninchen, gemütliche Katzen und viele bunte Kürbisse machen den Wiesenaufstieg zum Erlebnis.

3. Restaurant Hohe Buche

Aus dem abenteuerlichen Wald- und Wiesenweg hinaus folgen wir dem ausgeschilderten Weg, der uns zurück unter andere Wanderer zum Gasthof Hohe Buche in Bühler führt. Es fällt nicht leicht, den verzauberten Wald gegen die belebte Strasse zum Ausguck in Bühler einzutauschen, doch mit jedem Höhenmeter mehr lässt sich erahnen, was uns erwartet: Ein Alpstein-Panorama und nebulöser Bodensee in goldenem Licht belohnen den Aufgestiegenen. Säntis, Hoher Kasten, Speer und Altmann scheinen zu unserer Linken nur einen Katzensprung entfernt, im Nebelmeer versunken überschauen wir zu unserer Rechten den verwunschenen Bodensee. Das Novemberlicht zeichnet die dazwischenliegenden Hügel und einzelne Gehöfte fast unrealistisch weich.

Die Einkehr im Restaurant Hohe Buche mit Spielplatz, Trampolin und weitläufiger Aussichtsplattform auf der Terrasse ist optional. Wir wählen ein nahe gelegenes Bänkchen mit direktem Blick Richtung Steigbach, verpflegen uns aus dem Rucksack und vergessen für eine Weile den November, die Stadt und den Alltag.

4. Wissegg

Auf dem Weg hinab kann es vorkommen, dass Original-Appenzellerhunde als spontane Wegbegleiter dazustossen. Stechpalmen blühen am Wegrand in kräftigem Rot und allein sie erinnern an den sich ankündigenden Winter. Immer wieder klären Wegschilder über den Rundweg «Rond um Bühler» und das Appenzeller Brauchtum auf. An der Weggabelung hinein ins Dorf Bühler steht eine kleine Kuriosität: Eine Liebesbox, die einlädt, sich und die Romantik des Moments dort zu verewigen.

5. Bühler, Dorf

Die letzte Etappe ins Dorf vervollständigen Lamas, die zum Hof der Gern Beiz in Bühler gehören. Mit abnehmendem Licht zeichnen sich am Himmel sieben Heissluftballone gleichzeitig ab, der Säntis bleibt bis zum Schluss unser Begleiter im Augenwinkel. Hoheitlich wie einem Gemälde entstiegen, steigen wir mit abnehmendem Licht schliesslich in Dorf Bühler wieder in die Bahn, verzaubert in die Stadt zurück.