Wandertipp
Ostschweizer Grenzgänger: Eine Reise von Aadorf nach Seelmatten

Wandern ist des Menschen Lust. Auch diese Wanderung von Wald zu Wald, vom Thurgau ins Zürcherische erfreut und tut gut: Den Knochen und Gelenken, dem Gemüt und der Seele.

Theepan Ratneswaran
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32 Bilder

Die Wanderung im Überblick

Start: Bahnhof Aadorf
Ziel: Haltestelle Seelmatten
Strecke: 6.9 km
Wanderzeit: 2 h 00 min.
Aufstieg: 271 m
Abstieg: 201 m
Ausrüstung: Gutes Schuhwerk – Rutschgefahr. Wanderung nicht für Kinderwagen geeignet.
Gaststätten: Aufgrund der momentanen Coronasituation bitten wir Sie, Öffnungszeiten direkt bei den Gaststätten in Bichelsee abzuklären. «Löwen»: 071 971 16 65 «Thailandhaus»: 071 571 08 08
Parkplätze: Bahnhof Haggen
Öffentlicher Verkehr: Postauto 806 ab Seelmatten in Richtung Dusnang; Bus 735 ab Bichelsee Dorf nach Eschlikon Kartenmaterial: Landeskarte: 1:25000, Blatt: 1073 Wil. (thr)

1 Bahnhof Aadorf Die selige Wanderung beginnt beim Bahnhof Aadorf. Mit Begleitmusik des sonntäglichen Glockengeläuts der Katholischen Kirche St.Alexander. An den Gleisen entlang geht es auf der Stationsstrasse geradeaus bis zur Weggabelung mit der ersten Signalisation: Bichelsee – 2 Stunden. Die gelben Tafeln weisen die Wanderer stets den richtigen Weg bis Seelmatten.

Nach der Unterführung geht es auf der Hegistrasse bei den weidenden Kühen vorbei über die Lützelmurg-Brücke beim Wasserrad. Nach einem kurzen Abstecher ins Wäldchen gelangt man über eine Treppe auf die Haggenbergstrasse. Links abbiegen und die geteerte Strasse folgen. Der Ostschweizer Grenzgänger überquert erstmalig die thurgauisch-zürcherische Kantonsgrenze.

2 Haggenberg Auf Zürcher Boden führt der Wanderweg am Hof Haggenberg vorbei nach einer linken Abzweigung in den Wald Brandforen: wohltuende Stille, erfrischendes Grün, frische und saubere Luft. Beschwingt geht es wieder auf die thurgauische Seite, wo alsbald eine Pfadihütte auftaucht. Auf den Kantonsgrenzen tanzend verlässt man den Wald. Der Blick wandert über die saftigen grünen Wiesen, im Kontrast zum grauen, verhangenen Himmel. Nach einem kleinen Abstieg erreicht man die nächste Wegmarke.

3 Ettenhausen Der Elggerstrasse folgend biegt man an der ersten Abzweigung rechts in die Horbenstrasse ab. Für einige Zeit verläuft der Weg immer geradeaus, am Leinehof vorbei, bis das Waldbaden von neuem beginnt. Links am Salzebach entlang geht es tiefer in den Wald. Was ist das? Die Ohren sind gespitzt. Ein Quaken? Eine Ente, vor der Kamera fliehend, im Bach auf dem Weg zurück nach Ettenhausen.

4 Huggenbrunnen Der nächste Anhaltspunkt des Wanderweges ist die Waldhütte Huggenbrunnen. Die Bürgergemeinde Aadorf schreibt auf ihrer Webseite: Die Waldhütte sei im Jahre 2007 im Blockhausstil auf dem Fundament eines ehemaligen Munitionsdepots der Schweizer Armee gebaut worden. Sie biete Platz für 60 Personen und sei mit bequemen Holzstühlen und Massiv-Holztischen möbliert. Rechts, kurz vor der Waldhütte, biegt man ab.

Nicht bequem, eher abenteuerlich führt diese Reise ins Dickicht. Der Schirm eignet hier als Schutzschild. Ein schmaler Pfad dient dem Aufstieg zum Rüetschberg (669 m. ü. M.). Der «Höhepunkt» dieser Wanderung. Nach dem Abstieg überquert man ein letztes Mal auf dieser Wanderung die Kantonsgrenzen. Das Tal öffnet sich. Den Bichelsee im Blick, läuft man ins zürcherische Turbenthal dem Dorf Seelmatten entgegen.

5 Seelmatten Das Dorf ist erreicht. Die Einwohner von Seelmatten grüssen herzlich. Jeder auf seine Art. Im Dorfzentrum steht ein grosser Baum, im Boden verwurzelt und in den Himmel ragend. Darunter ein Bänkli. Nach dem ganzen Auf und Ab, links und rechts, findet man hier für eine kurze Zeit Seelenruhe. Augen zu, die Stille geniessen, das Ziel ist erreicht ...

6 Haltestelle Turbenthal, Seelmatten Wie kommt man wieder nach Hause? Erste Option: Der Weg zurück. Die zweite Option ist die Rückfahrt mit dem Postauto 806 ab Seelmatten nach Dussnang. Achtung! Nur werktags möglich. Anschliessend geht es über Sirnach nach Aadorf oder nach Wil.

Die dritte Option? Eintauchen im Strandbad Bichelsee, anschliessend ins Dorf Bichelsee laufen, im Restaurant Thailandhaus einkehren und nach einer feinen Mahlzeit mit dem Bus 735 nach Eschlikon zum Bahnhof. Via Zug erreicht man schliesslich Aadorf oder Wil.

Die vierte Option ist für die, die nicht nur Wanderlust verspüren, sondern auch noch den Nervenkitzel suchen: Ab Bichelsee Zentrum können diese Ostschweizer Grenzgänger zusätzlich eine Gratwanderung machen. Den Wandertipp dazu gibt es hier.

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