Wandertipp
Hauptwil: Von Weiher zu Weiher

Diese knapp dreistündige Rundwanderung führt von Hauptwil vorbei an fünf historischen Fischweihern zur Sitter und via Wallfahrtskirche St.Pelagiberg zurück zum Ausgangspunkt.

Claudio Weder
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16 Bilder

Infobox

Start: Hauptwil
Ziel: Hauptwil
Strecke: 10,2 km
Wanderzeit: 2 h 40 min
Aufstieg: 249 m
Abstieg: 249 m
Ausrüstung: Gutes Schuhwerk erforderlich, die Wanderung ist nicht für Kinderwagen geeignet.
Gaststätten: Hof Gertau (zurzeit geschlossen)
Parkplätze: In Hauptwil.
Öffentlicher Verkehr: Hauptwil ist gut mit dem Bus oder der Bahn erreichbar.
Kartenmaterial: Landkarte: 1:25000, Blatt: 1074 Bischofszell. (wec)

Hauptwil Die Wanderung rund um die Hauptwiler Weier – ja, man schreibt diese tatsächlich ohne «h» – ist ein Klassiker. Und zwar unabhängig der Jahreszeit. Der knapp dreistündige Rundweg ist im Spätwinter reizvoll, wenn in den höheren Lagen noch (zu) viel Schnee liegt. Aber auch im Sommer. Unterwegs gibt es zahlreiche lauschige Grillplätze. Und: Der Hauptwiler Weier, der Ausgangspunkt der Wanderung, ist nicht nur eine Sehenswürdigkeit, sondern gleichzeitig eine Badi.

Hauptwiler Weier Vom Weiherdamm, wo es zahlreiche Parkmöglichkeiten gibt, folgt man dem ausgeschilderten «Weier-Wanderweg» in Richtung Büelhölzli, einer bewaldeten Anhöhe. Von hier aus hat man einen schönen Blick auf das Dorf Hauptwil. Der Weg führt alsbald in den Wald hinein. Über eine hölzerne Treppe gelangt man zum Gwandweier, dem zweiten von insgesamt fünf idyllischen Weihern, die eingebettet in einer hügeligen Landschaft zwischen Hauptwil und Wilen (Gottshaus) liegen. Die fünf Weiher wurden im 15. Jahrhundert zur Fischzucht angelegt und stehen unter Naturschutz.

Horbacher Weier–Wilen (Gottshaus) Vom Gwandweier führt der schmale Wanderweg weiter zum Horbacher Weier. Auch das Ufer des Rütiweiers wird passiert. Nach einem kurzen Anstieg zweigt der Weg nach links in den Wald ab und führt danach leicht abfallend zum Horber Weier. Auf diesem Teilstück zwischen Hauptwil und Wilen trifft man immer wieder auf Grillstellen. Zudem laden an den Weiherufern Sitzbänke zum Verweilen ein.

Tobelmühle–Gertau–St.Pelagiberg Nachdem man den letzten der fünf Weiher hinter sich gelassen hat, folgt ein kurzes Stück auf einer Teerstrasse. Hat man Wilen (Gottshaus) erreicht, zweigt man an der Kreuzung nach rechts ab und folgt der Hauptstrasse in Richtung St.Pelagiberg. Nach nur wenigen Metern überquert man die Strasse und folgt dem Wanderweg in Richtung Tobelmühle. Von dort geht es weiter auf einem breiten, flachen Wanderweg nach Gertau, wo zwischen April und Oktober die Sitterfähre die Wanderinnen und Wanderer über die Sitter setzt.

Tobelmühle–Gertau–St.Pelagiberg Der Rückweg nach Hauptwil führt rechts an der Schenke Gertau vorbei. Nach einem kurzen Anstieg gelangt man in ein Waldstück. Hat man dieses passiert, ist das nächste Zwischenziel bereits in Sicht: die Wallfahrtskirche St.Pelagiberg. Sie steht auf einem Hügel unmittelbar bei der gleichnamigen kleinen Ortschaft. Auf dem «heiligen Berg» lohnt es sich, zu verweilen. Von hier aus reicht der Blick über weite Felder bis zum Bodenseeufer hinab.

Mollishus–Hauptwil Anschliessend führt ein schmaler Pfad durch den Pelagiwald hinab nach Mollishus. Dort angekommen, folgt man für kurze Zeit der Strasse in Richtung Wilen, bevor man den Abzweiger nach Hauptwil nimmt. Auf einer schmalen Teerstrasse geht es gemütlich über die Hochebene nach Freihirten und von dort zurück zum Ausgangspunkt.