Wandertipp
Gemütliche Sommerwanderung ins Wängemer Hexentobel und der Murg entlang

Die Wanderung von Münchwilen ins Hexentobel verläuft meist im Schatten und ist daher ein perfekter Weg für einen warmen Sommertag. Am Bach, der Murg und an Weihern vorbei gelangt man an mehrere Feuerstellen und Picknickplätze, die zum Verweilen einladen.

Sabrina Manser
Merken
Drucken
Teilen
Die Wanderung beginnt in Münchwilen.
23 Bilder
Der Weg führt an einem Bauernhof mit einer Kompostieranlage vorbei.
Ein Milan auf der Jagd.
Die Grillstelle im Hexentobel ist mit zwei Tischen mit Bänken und einer Grillschale ausgerüstet.
Dann führt der Weg der Murg entlang.
Der Webereiweiher.
Biber hinterlassen am Webereiweiher ihre Spuren.
Der Rosentaler Weiher.
Gleich nach dem Rosentaler Weiher befindet sich nochmals eine grössere Feuerstelle.
Nach dem Rosentaler Weiher biegt man rechts in den Wald hinein.
Der Ausblick auf den Säntis.

Die Wanderung beginnt in Münchwilen.

Infobox

Start: Münchwilen Pflegeheim
Ziel: Münchwilen Pflegeheim
Strecke: 9,3 km
Wanderzeit: 2 h 15 min
Aufstieg: 120 m
Abstieg: 120 m
Ausrüstung: gutes Schuhwerk, Wanderung nicht für Kinderwagen geeignet
Gaststätten: Diverse Restaurants befinden sich in Münchwilen und Wängi
Öffentlicher Verkehr: Frauenfeld-Wil-Bahn von Wil aus bis Münchwilen Pflegeheim
Kartenmaterial: Landkarte: 1:25000, Blatt: 1073 Wil (mas)

1 Münchwilen Pflegeheim Die Wanderung ins kühle Hexentobel beginnt beim Münchwiler Pflegeheim. Es ist mit der Frauenfeld-Wil-Bahn von Wil aus in wenigen Minuten erreichbar. Parkplätze befinden sich gegenüber der Bahnstation in der Industrie Murgtal. Der erste Teil der Wanderung ist nicht beschildert, kurz vor dem Hexentobel weisen Wanderwegschilder den Pfad. Von der Haltestelle Münchwilen Pflegeheim aus geht es zuerst der Strasse entlang in Richtung Frauenfeld. Nach ein paar hundert Metern biegt man bei der Ortstafel «Rosental, Winterthur» links ab. Nach ein paar Häusern folgt ein Bauernhof, es wird grüner, und das Rauschen der Strasse wird zur Hintergrundkulisse. Dann führt der Pfad unter dem kühlen Blätterdach weiter.

Bei der Kreuzung im Wald biegt man nach rechts ab. Danach ist immer dem Weg zu folgen, welcher der Autobahn am nächsten ist. Nach dem Wald folgt wieder ein Bauernhof. Die aneinandergereihten, zugedeckten Erdhügel fallen einem auf, Dampf steigt auf, und es riecht erdig. Es ist eine Kompostieranlage. Weiter geht es auf einem Feldweg. Von da aus sind schwarze und weisse Schafe zu beobachten, zwei Fischreiher und ein paar Milane, die ihre Kreise ziehen. Die Wanderung führt erneut durch einen Waldabschnitt, nach einem weiteren Bauernhaus folgt man dem Wanderwegschild.

2 Hexentobel Bald kommt ein Wegweiser mit «Hexentobel», und man biegt links in den Wald ein. Gleich zu Beginn des Tobels steht ein Schild mit einer Hexe drauf. Darauf ist vermerkt, die Hexe sehe einen, und man solle achtsam durch den Wald gehen. Bevor man das tut, kann man sich bei der Feuerstelle mit Sitzbänken, die gleich neben dem Schild ist, ausruhen.

Danach führt eine steile Treppe hinunter ins Tobel der Hexen. Dem Wanderwegschild folgend geht es dem Bach entlang. Der Waldweg schlängelt sich tiefer ins verwunschene Tobel, über Brücken, vorbei an Bäumen, die sich um andere Bäume schlingen. Da, ein Rascheln – war das etwa eine Hexe? Ein Vogel zwitschert – wohl doch nicht.

Bald kommt schon das Waldende, die Hälfte der Wanderung ist geschafft. Kurz davor kann man bei zwei Feuerstellen und einem grossen Picknickplatz Pause machen. Die eine Feuerstelle liegt auf der gegenüberliegenden Seite des Bachs und ist über eine kleine Brücke zu erreichen. Es hat zwei Tische mit Bänken und einen Grillkessel, der schon fast an einen Hexenkessel erinnert. Wer eine Abkühlung braucht, kann hier seine Füsse in den kalten Bach strecken. Auch ein überdimensionales Memoryspiel für Kinder gibt es hier.

3 Murgweg Gestärkt geht es dem Murgweg entlang weiter, die gelben Wanderwegschilder führen auf dem Kiesweg durch den Wald. Die Murg plätschert mal lauter, mal leiser vor sich hin, einzelne Sonnenstrahlen blitzen aus dem Blätterdach hervor, wenige Leute sind unterwegs.

4 Webereiweiher Nachdem man die Strasse überquert hat, kommt der Webereiweiher. Hier war einst die Weberei Wängi, die 1823 gegründet wurde und in den 60er- bis 90er-Jahren ihre Blütezeit erlebte. Die Produktion wurde 2003 eingestellt. Heute ist der Weiher ein Lebensraum für Flora und Fauna. Nicht nur Fische und Enten leben hier, angeknabberte Baumstämme weisen auf Biber hin. Dem Weiher entlang entdeckt man immer wieder Einstiegsstellen und gleich auf der anderen Seite des Kieswegs schmale Wege in der Wiese, die zur Murg führen.

5 Rosentaler Weiher Der Murgweg führt zum nächsten Gewässer, dem Rosentaler Weiher. Hier wandelt man weniger auf den Spuren von Bibern, dafür lassen sich im Weiher bis zu 30 Zentimeter lange Fische beobachten. Am Ende des Weihers befindet sich erneut eine Feuerstelle mit mehreren Tischen und Bänken sowie einer Grillschale, zudem können sich Kinder auf dem kleinen Spielplatz austoben.

6 Ausblick Säntis / 7 Münchwilen Pflegeheim Um dem Kiesweg und der Sonne zu entfliehen, geht es nach dem Rosentaler Weiher bei der nächsten Möglichkeit nach rechts in den Wald hinein. Im Wald biegt man einmal rechts und dann nach links ab. Kommt man aus dem Wald raus, wird man – wie es sich für eine Wanderung gehört – mit einem Ausblick belohnt. Der Säntis ist zwar heute etwas von Wolken umgeben, trotzdem kann man das Panorama auf einem Bänkli geniessen. Danach geht es weiter auf einem Feldweg, der auf die Strasse führt, welche der Ausgangspunkt der Wanderung gewesen ist.