WANDERTIPP
Ennet der Grenze: Dschungel-Charme mit Weitblick

Die Wanderung in Bregenz führt auf den wohl bekanntesten Berg der Stadt. Etwa zwei Stunden geht der Weg durch einen verwachsenen Wald. Hin und wieder ergibt sich die Aussicht auf den Bodensee, spätestens bei der Bergstation der Pfänderbahn kann diese in vollen Zügen genossen werden. Hier bietet sich auch Familien einiges: ein kostenloser Alpenwildpark, ein Spielplatz und mehrere Einkehrmöglichkeiten.

Saskia Ellinger
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21 Bilder

Infobox

Start: Parkplatz bei der Pfänderbahn 
Ziel: Gipfelkreuz des Pfänders
Strecke: 3.78 km 
Wanderzeit: 2 h 
Aufstieg: 676.4 m
Abstieg: 34.4 m
Ausrüstung: Gutes Schuhwerk. Nicht für Kinderwägen geeignet.
Gaststätten: Aufgrund der momentanen Coronasituation bitten wir Sie, Öffnungszeiten und Zutrittsbestimmungen direkt bei den Gaststätten abzuklären. 
Berghaus Pfänder: +43 5574 421840
Pfänderdohle: + 43 5574-43073
Pfänderspitze: +43 5574 430 66
Öffentlicher Verkehr: Mit dem Zug zum Bahnhof Bregenz. Der Fussweg zum Ausgangspunkt dauert 15 Minuten. 
Anreise mit dem Auto: Von Hohenems bis Lindau darf die Autobahn auch ohne Vignette befahren werden. 
Kartenmaterial: Landkarte: 1:25000, 1078 St.Margrethen 

1. Parkplatz bei der Pfänderbahn: Sowohl mit dem Auto als auch mit dem Zug ist der Ausgangspunkt leicht auffindbar, da gut beschildert. Das Gleiche gilt für den Weg auf den Pfänder: Die Schilder sind ein steter Wegbegleiter. Vom Parkplatz aus geht es zunächst in die Steinebruchgasse.

2. Steinebruchgasse: Die Strasse führt durch ein Wohngebiet. Die Steigung ist zunächst recht steil. Nach wenigen Minuten führt der Weg nach links an einer saftigen Wiese vorbei und in einen Wald hinein.

3. Wald- und Wiesenweg: Der grüne und verwachsene Wald versprüht schon von Beginn an einen gewissen Dschungel-Charme. Hin und wieder ist ein Blick auf den Bodensee sowie auf grosse Wiesen zu erhaschen. Neben den Schildern weisen auch Markierungen auf Pausenbänken oder Bäumen den Weg.

4. Gschlief: Nach etwa zwanzig Minuten erreichen wir den Gschliefweg, der anspruchsvoller als der Beginn ist. Wurzeln und Steine fordern die Aufmerksamkeit beim Wandern. Teilweise sind grosse Tritte nötig. Zudem ist der Weg bei Nässe durch den lehmartigen Schlamm rutschig. Aber die Anstrengung lohnt sich, denn der Weg führt durch einen schönen Wald, der vor allem abends in einem besonderen Licht erstrahlt.

5. Hintermoos: Dieser Wegabschnitt bringt wieder einen entspannteren Gang mit sich. Der Weg ist breit und recht gleichmässig. Er führt teils an kleinen Lichtungen vorbei. Hier lohnt sich der Blick zurück besonders, denn die weite Aussicht auf den Bodensee und das Rheintal lassen immer wieder Neues entdecken.

6. Strasse Richtung Pfänder: Auf der Strasse angekommen kann man auf zwei Wegen recht schnell zur Pfänderspitze gelangen. Der erste Weg führt nach etwa zwanzig Metern auf der Strasse durch den Wald. Er ist von der Beschaffenheit her wie der Weg durch das Hintermoos. Die zweite Variante ist einfach der Strasse zu folgen.

7. Bergstation Pfänderbahn: Bei der Bergstation angekommen gibt es mehrere Möglichkeiten, um dort länger zu verweilen. Zum einen kann man im Berghaus Pfänder eine Pause machen und sich mit Getränken und Speisen stärken. Zum anderen ist kurz nach der Bergstation der kostenlose Alpenwildpark zu finden. Dort lassen sich die heimischen Tiere bestaunen: Die Widder des Muffelwilds beeindrucken mit ihren geschwungenen Hörnern, die Steinböcke klettern am Felsen umher. Zumindest in der Vorstellung, denn der Alpenwildpark war bei der Ankunft leider geschlossen. Die Tour wurde abends gemacht. Ausserdem sind bei der Bergstation ein grosser Spielplatz sowie zwei Aussichtsplattformen vorhanden.

Informationen zum Alpenwildpark

Der Rundgang durch den Alpenwildpark dauert etwa eine halbe Stunde. Schautafeln und zehn Spielkästen informieren über die Pflanzen- und Tierwelt der Bergregion und bieten ein Naturquiz mit vielen Fragen rund um die Pflanzen und Tiere im Wildpark.

8. Gipfelkreuz Pfänder: Beschreibung Etappe 4

In Richtung Norden geht es weiter zur Pfänderspitze. Der Weg von der Bergstation zum Gipfelkreuz dauert ungefähr fünf Minuten. Er ist geteert, hat aber etwa zehn Stufen. Also nicht unbedingt für Kinderwagen geeignet, ausser man möchte seine Kraft in den Armen rasch unter Beweis stellen. Kurz vor dem Gipfel streckt sich der rund 95 Meter grosse Grundnetzsender in die Höhe. Daneben ist das Gasthaus Pfänderspitze zu finden, auf dessen Terrasse man einen beeindruckenden Blick auf den Bodensee geniessen kann. Das Gipfelkreuz befindet sich ein paar Meter weiter.

Für den Rückweg gibt es mehrere Möglichkeiten. Wer schon am Ende seiner Kräfte ist oder seine Gelenke schonen möchte, kann mit der Panoramagondel den Berg wieder herunterfahren. Auch ein Rundweg zur Talstation ist möglich, wenn man von der Pfänderspitze aus gesehen weiter Richtung Norden läuft. Und natürlich kann man denselben Weg auch wieder hinabgehen.

Der Pfänder hat auch einen Wanderparkplatz, der unweit des Gipfels liegt. Vom Parkplatz aus dauert der Fussweg zum Gipfel etwa 15 Minuten. Die Anfahrt zu der Parkmöglichkeit beginnt von Lochau aus.