Wandertipp
Der Steinach-Weg: Von St.Fiden der rauschenden Steinach entlang an den Bodensee

Dieser Weg geht durch Wälder, entlang von Bahngleisen, durch das Galgentobel, das seinen Namen von einem Hinrichtungsgalgen aus dem 17. Jahrhundert hat, und sogar an einem Straussengehege vorbei. Zehn Kilometer Idylle – vom Bahnhof St.Fiden an den Bodensee.

Alain Rutishauser
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Steht man auf dieser Brücke am Bodensee in Steinach, hat man die zehn Kilometer bereits hinter sich gebracht.

Steht man auf dieser Brücke am Bodensee in Steinach, hat man die zehn Kilometer bereits hinter sich gebracht.

Bild: Alain Rutishauser
18 Bilder

Die Wanderung im Überblick

Start: Bahnhof St.Fiden
Ziel: Hafen Steinach
Strecke: ca. 9,5 km
Wanderzeit: 3 h
Aufstieg: 80 m
Abstieg: 240 m
Ausrüstung: gutes Schuhwerk, nur teilweise für Kinderwagen geeignet
Verpflegung: Restaurant Glinzburg, Restaurant Steinach, Restaurant Sonnenhügel, Hafen-Treff Steinach
Öffentlicher Verkehr: Züge und Busse nach St.Fiden, Bahnhof, Postautos ab Steinach, Hafen
Landeskarte: 1:25000, 1075 Rorschach (alr)

1 Bahnhof St.Fiden In St.Fiden beginnt die Reise flussabwärts an den Bodensee. Um den Marsch entlang der Steinach anzutreten, braucht es noch ein klein wenig Geduld. Einmal links über die Gleise, rechts halten vorbei am Stadion Espenmoos und schon kann man das leise, stetige Rauschen der Steinach hören.

2 Galgentobelweg Beim Espenmoos verlässt die Steinach nämlich ihren unterirdischen Kanal. Fortan befindet man sich im sogenannten Galgentobel, dessen Namen auf einen äbtischen Hochgerichtsgalgen zurückgeht. Dieser stand ab dem 17. Jahrhundert dort, wo heute die evangelisch-reformierte Kirche Heiligkreuz steht.

3 Kreuzung Steinachweg Nachdem der Weg für geraume Zeit entlang der Gleise geführt hat, geht es nun tiefer in den Wald hinein. Kurz darauf gibt es eine Weggabelung. Dort wählt man den Wegweiser «Steinach Fussweg».

4 Waldhof Nun läuft man das sogenannte Obertobel entlang, es geht hoch und runter, unter den Gleisen hindurch, und immer mal wieder sieht man die Steinach durch das Gestrüpp hindurch. Dieser schattige Abschnitt durch den Wald bietet besonders im Hochsommer eine willkommene Abkühlung.

5 Bahnhof Mörschwil Nach einigen Aufstiegen zeichnen sich erstmals wieder Zeichen von Zivilisation am Ende der Hügel ab, der Bahnhof Mörschwil ist nicht mehr weit. Dort passiert man die Unterführung und läuft links über die Gleise. Fortan geht es wieder abwärts. Übrigens laden auf diesem Abschnitt einige idyllische Bänkli zu einer Verschnaufpause ein.

6 Abzweigung Aachen Nun ist man in Aachen. Hier lohnt es sich, kurz vom Weg abzukommen. Einerseits gibt es hier die Straussenfarm, wo zahlreiche Tiere in einem grosszügigen Gehege herumstolzieren. Andererseits kann man sich im Sonnenhügel mit einer Kleinigkeit und einem Bier oder Apfelsaft stärken.

7 Glinzburg Schon wartet der nächste Zwischenhalt, wo man sich verköstigen kann. Auch wenn bereits auf dem Sonnenhügel ein Halt gemacht wurde, lohnt sich der kurze Aufstieg zur Glinzburg, wird man doch mit einmaliger Aussicht auf Steinach und den Bodensee belohnt.

8 Steinachdammweg Wir befinden uns nun, wie es der Name des Weges vermuten lässt, in Steinach. Dies ist der letzte Teil der Wanderung, ein längerer, flacher Kiesweg direkt neben der rauschenden Steinach. Herunterfahren, entspannen, geniessen.

9 Hafen Steinach Noch kurz am Bahnübergang warten, nochmals ein Schluck aus der Thermoskanne, und man hat das Ziel erreicht, die Steinach mündet in den Bodensee. Der Hafen in Steinach lädt nochmals zum Verweilen und Entspannen ein. Auf der idyllischen Schaukelbrücke, auf einem der Bänkli direkt am See oder im Hafen-Treff, wo man sich für die fast zehn Kilometer Fussmarsch mit einem kühlen Getränk oder einem Snack belohnen kann. Via Postauto ab der Haltestelle Steinach, Hafen gelangt man zurück nach St.Gallen.