Wandertipp: Auf Napoleons Spuren bis in luftige Höhen

Der Napoleonturm Hohenrain belohnt Wanderer mit einer Aussicht vom Bodensee, über den Säntis bis zu den Berner Alpen.

Janine Bollhalder
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9 Bilder

Die Wanderung im Überblick

Start: Bahnhof Ermatingen
Ziel: Bahnhof Ermatingen
Strecke: 10 Kilometer
Wanderzeit: 2 Stunden 30 Minuten
Aufstieg: 241 Meter
Abstieg: 241 Meter
Ausrüstung: bequeme Schuhe, für Kinderwagentauglichkeit kann auf die Strasse ausgewichen werden
Gaststätten: epoint / Bahnhof Ermatingen, 6.15 Uhr bis 18.30 unter der Woche, 8 Uhr bis 17.30 Uhr am Wochenende
Parkplätze: Bahnhof Ermatingen oder Napoleonturm
Öffentlicher Verkehr: mit Zug und Bus erreichbar
Kartenmaterial: 1:25000, Blatt 1053 Steckborn

1. Bahnhof Ermatingen

Die Wanderung beginnt am Bahnhof Ermatingen. Von da aus geht es westlich auf die Schönhaldenstrasse, welche die Wanderer südlich zur Hauptstrasse führt. Zwischen Volg und Spar angekommen, geht es rechter Hand der Hauptstrasse entlang bis zur Gemeindeverwaltung. Gegenüber liegt das Hotel Adler, die Gastronomie ist allerdings vorläufig geschlossen.

Die Fruthwilerstrasse führt an einem Holzbauunternehmen vorbei, dann geht es, entgegen dem Strassenverlauf, geradeaus auf die Wolfsbergstrasse. Diese Abzweigung ist mit gelben Wanderschildern bezeichnet. Links und rechts ist diese Nebenstrasse von Wiesen und Bäumen gesäumt. Nach etwa einer halben Stunde ist das Konferenzzentrum Wolfsberg zu sehen.

2. Kompetenzzentrum Wolfsberg

Seit 1970 gehört das herrschaftliche Anwesen der UBS. Von hier aus erstreckt sich die Aussicht über den Untersee und Teile des Bodensees. Wanderer mit Kinderwagen können der Wolfsbergstrasse entlang weitergehen. Mehr Wanderfeeling geniesst, wer, anstatt dem Strassenverlauf zu folgen, sich für den Wanderweg entscheidet. Sportliche können von hier aus auch dem Vita-Parcours folgen. Wer in den kälteren Jahreszeiten wandert, hört das Laub unter den Füssen rascheln, vielleicht auch Schnee knirschen. Wer Glück hat, erspäht sogar Waldbewohner.

3. Wolfsbergstrasse

Der sanft ansteigenden Wolfsbergstrasse gilt es zu folgen. Selten kommt mal ein Auto, ein Traktor, Pferde mit ihren Reitern. Unterwegs auf der Strasse durch den Wald ist es fast gespenstisch still. Etwa zwanzig Minuten nach dem Anblick des herrschaftlichen Anwesens Wolfsberg endet der Wald entlang der gleichnamigen Strasse. Vor dem Wanderer erstreckt sich eine weite Aussicht mit Blick bis zu den Bergen.

Hier kann nun linker Hand einem Wanderweg gefolgt werden oder es geht kinderwagentauglich geradeaus und dann an der nächsten Kreuzung links. An dieser Stelle gibt es dann übrigens auch einen Parkplatz mit Sitzgelegenheit – Pause nach über einer Stunde Wanderung. Auch hier ist der Weg zum Napoleonturm signalisiert.

4. Napoleonturm

Nach rund anderthalb Stunden ist es soweit: Der 40 Meter hohe Turm ist in Sicht. Der Turm ist täglich von 8 bis 18 Uhr geöffnet, Eintritt frei. Empor geht es über 208 Stufen mit den Namen der sogenannten Trittsponsoren, die je 1000 Franken für eine Stufe beigetragen haben. Unterwegs lernen Neugierige auf 50 Tafeln wichtige historische Ereignisse der lokalen Geschichte.

Oben angekommen, bietet sich eine eindrückliche Rundumsicht: vom Bodensee bis zum Säntis. Wer in der Geografie nicht so bewandert ist, kann das Panorama auf den an der Brüstung angebrachten Tafeln nachvollziehen. Auf der Aussichtsplattform ist es nicht möglich, sich zu setzten, dafür aber, wenn man die schwindelerregende Wendeltreppe hinunter bewältigt hat.

Nach einer kurzen Verschnaufpause geht es zurück zum Startpunkt – linker Hand den Feldweg entlang, der nach etwa zehn Minuten wieder in den Wald hineinführt. Vorbei am Forstwerk Ermatingen, bis zur asphaltierten Höhnwilenstrasse.

5. Höhnwilenstrasse

Nun geht es bergab. Vor dem Wanderer liegt der Untersee, die Möwen tarnen sich als weisse Punkte auf der Wasseroberfläche, die Dächer Ermatingens sind bereits zu sehen. Die Strasse führt zwischen abgelegenen Häusern hindurch, ein Pferd streckt seinen Kopf aus dem Stall, eine Katze stolziert miauend über die Strasse. Ein einzelnes Bänkli lädt zum Verweilen ein, im Sommer spendet ein Baum Schatten.

Unterhalb des Wolfsbergs mündet die Höhnwilenstrasse in der Wolfsbergstrasse und führt von da an den gleichen Weg wie zuvor hinauf, wieder zurück zum Bahnhof Ermatingen.

Hier finden Sie die Wanderung als PDF zum Herunterladen.