Wandertipp
Ab auf den Berg im «Kanton Übrig»: Mit Blick in die Schweiz lässt es sich ennet der Grenze gut aushalten

Diese Wanderung führt auf den Karren, den Hausberg von Dornbirn. Ob mit der Seilbahn oder zu Fuss, der Blick von der Bergstation über das Rheintal und den Bodensee lohnt sich. Mehrere Einkehrmöglichkeiten, alternative Routen auf weitere Berge und durch Schluchten, oder ein Abstecher in ein Museum bieten einiges für einen Tagesausflug.

Saskia Ellinger
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25 Bilder

Bild: Saskia Ellinger

Infobox

Start: Talstation Karrenseilbahn
Ziel: Talstation Karrenseilbahn
Strecke: 7,5 km
Wanderzeit: 3 h 10 min.
Aufstieg: 610,2 m
Abstieg: 610,2 m
Ausrüstung: gutes Schuhwerk. Wanderung für Kinderwagen bedingt geeignet.
Gaststätten: Aufgrund der momentanen Coronasituation bitten wir Sie, Öffnungszeiten direkt bei den Gaststätten abzuklären. Panoramarestaurant: +43 5572 54711 
Öffentlicher Verkehr: Bahnhof Dornbirn; Bus 47 Haltestelle Dornbirn Gütle.
Kartenmaterial: Landkarte: 1 : 25'000 , Blatt: 1096 Diepoldsau (sae)

1 Talstation Karrenseilbahn Der Weg führt hinter der Talstation der Karrenseilbahn über die Dornbirner Ach. Wer sich den Weg bergauf sparen möchte, hat die Möglichkeit, mit der Bahn zur Bergstation zu fahren und die Wanderung ab dem 4. Punkt der Etappe anzugehen.

Eine schmale Holzbrücke verläuft hinter der Talstation über die Dornbirner Ach.

Eine schmale Holzbrücke verläuft hinter der Talstation über die Dornbirner Ach.

Bild: Saskia Ellinger

Auf der anderen Seite der Ach angekommen, geht es gleich nach rechts, wo der Forstweg Oberbürgle auf den Berg führt.

Der Forstweg Oberbürgle ist gut beschildert – man kann ihn nicht übersehen.

Der Forstweg Oberbürgle ist gut beschildert – man kann ihn nicht übersehen.

Bild: Saskia Ellinger

2 Forstweg Oberbürgle Der Forstweg ist ein breiter Schotterweg, der teils sehr steile Passagen enthält. Er geht grösstenteils durch einen Wald, der auch an warmen Sommertagen vor allzu grosser Hitze schützt. Zwar ist er mit dem Kinderwagen befahrbar, allerdings sind dafür viel Kraft und ein ausgiebiger Atem nötig.

Hin und wieder kommen Lichtungen, die einen Blick in die Weiten des Rheintals ermöglichen. Sämtliche Kreuzungen sind gut beschildert, sodass der Weg zur Bergstation nicht verpasst werden kann. Es führen mehrere Wege hinauf - für diesen Wandertipp nehmen wir aber stets den rechten Weg.

Der Blick vom Forstweg Oberbürgle ins Rheintal. Links fährt gerade eine Gondel der Karrenseilbahn zur Bergstation.

Der Blick vom Forstweg Oberbürgle ins Rheintal. Links fährt gerade eine Gondel der Karrenseilbahn zur Bergstation.

Bild: Saskia Ellinger
Eine der Rätsel- und Erklärstationen.

Eine der Rätsel- und Erklärstationen.

Bild: Saskia Ellinger

Auf dem Weg zur Spitze gibt es mehrere kleine Rätselstationen für Kinder. Spielerisch werden dabei die Bewohner des Waldes und ihre Eigenschaften erklärt. Auf einer Karte sind alle Stationen markiert, sodass man keine verpasst. Zudem kann eine sogenannte Schatzkarte an der Talstation erworben werden, die einen bei der Lösung aller Rätsel zu einer Schatztruhe führt. Die vorgeschlagene Route führt allerdings nicht an allen Stationen vorbei. Wer alle Rätsel lösen möchte, folgt einfach dem Familienweg, der ebenfalls zur Bergstation führt. Dasselbe gilt für diejenigen, die die teils sehr steilen Passagen umgehen möchten.

3 Bergstation Karrenseilbahn An der Bergstation angekommen, bieten sich einige Möglichkeiten zu verweilen. Das Panoramarestaurant lädt zur Stärkung bei imposantem Blick über das Rheintal ein. Beim Spielplatz kommen die Kleinen auf ihre Kosten. Zudem gibt es einen sogenannten Selfie-Point: Eine eiserne Plattform mit gläsernem Geländer führt über die Karrenkante hinaus.

Der Selfie-Point an der Bergstation.

Der Selfie-Point an der Bergstation.

Bild: Saskia Ellinger
Mehrere Sitzbänke rund um die Bergstation bieten eine Gelegenheit zum Verweilen.

Mehrere Sitzbänke rund um die Bergstation bieten eine Gelegenheit zum Verweilen.

Bild: Saskia Ellinger

Ausserdem sind mehrere Sitzbänke rund um die Bergstation verteilt, auf denen man den schönen Ausblick geniessen und sich eine kleine Verschnaufpause gönnen kann. Teilweise sind sie gut hinter den Bäumen versteckt – es lohnt sich, kleinen Pfaden Richtung Karrenkante zu folgen, oft ist dort eine Bank. Ein Vorteil an Wanderungen bei eher schlechtem Wetter: Sie sind meistens frei.

Der Blick Richtung Bodensee: Ein Gewitter zieht auf, der Regen trübt die Sicht auf das grosse Nass am nördlichen Ende vom Rheintal.

Der Blick Richtung Bodensee: Ein Gewitter zieht auf, der Regen trübt die Sicht auf das grosse Nass am nördlichen Ende vom Rheintal.

Bild: Saskia Ellinger

Von der Bergstation aus können mehrere Wege begangen werden: Man kann der vorgeschlagenen Route folgen oder weitere Berge besteigen. Besonders empfehlenswert für erfahrene Wanderer ist der Wurzelweg auf den Staufen. Der hält, was der Name verspricht: Über etliche Wurzeln geht es an der Bergkante entlang mit stetem Blick auf den Bodensee durch einen verwachsenen Bergwald. Aber auch der Weg Richtung Schuttannen und später Bergen wie dem Schönen Mann oder der Hohen Kugel sind eine tolle Alternative zur vorgeschlagenen Route. Läuft man von dort aus Richtung Ebnit, kann man mit dem Bus zur Talstation der Karrenseilbahn fahren. Die Strasse führt durch die Schaufelschlucht, die mit ihren vielen kleinen Tunneln, hohen Felswänden und engen Kurven ein Erlebnis für sich ist.

Der Weg führt Richtung Staufensee.

Der Weg führt Richtung Staufensee.

Bild: Saskia Ellinger

4 Forstweg Oberbürgle Folgt man der vorgeschlagenen Route, geht es denselben Weg wieder zurück. Nach etwa 15 Minuten kommt eine Kreuzung, bei der der Weg Richtung Staufensee eingeschlagen wird. Auch dieser Weg ist gut beschildert und nicht zu übersehen. Falls man ihn doch verpasst, gibt es später noch einen Weg, der auch Richtung Staufensee führt.

5 Richtung Staufensee Der Weg zum Staufensee geht nur ein sehr kurzes Stück aufwärts, danach führt er stets bergab. Der breite Schotterweg führt grösstenteils durch den Wald, auch hier wird man vor der Hitze an heissen Sommertagen verschont.

Der Weg Richtung Staufensee.

Der Weg Richtung Staufensee.

Bild: Saskia Ellinger

Allerdings war dies am Tag der Wanderung nicht der Fall. Stattdessen kam – früher als erwartet – ein Gewitter auf. Die geplante Route musste abgebrochen werden. Sie hätte erst zum Staufensee und dann durch die Rappenlochschlucht geführt. Wer hier beim Wetter mehr Glück und noch einiges an Kraft hat, kann sich auch noch die Alplochschlucht ansehen und später durch die Rappenlochschlucht gehen. Beide Schluchten sind gut beschildert und kostenlos begehbar. Des Weiteren gibt es gleich nach der Rappenlochschlucht Richtung Talstation ein Oldtimer-Museum, das für Autofans wohl einen Abstecher wert ist.

Eine weitere Rätselstation.

Eine weitere Rätselstation.

Bild: Saskia Ellinger

6 Familienweg Um dem Unwetter zu entkommen, wurde daher der Familienweg als schneller und sicherer Rückweg gewählt. Vorbei an mehreren Rätselstationen verläuft der Weg nicht so steil, wie es auf der Route Richtung Bergstation der Fall war. Später trifft der Familienweg wieder auf den Forstweg Oberbürgle, der vom Weg bergauf bereits bekannt ist.

7 Forstweg Oberbürgle Noch etwa 15 Minuten sind es von hier aus Richtung Ausgangspunkt. Es kommen kaum noch Kreuzungen, und wenn, dann sind sie gut beschildert, sodass der Endpunkt der Wanderung nicht verfehlt werden kann.

Die Route führt an einigen kleinen Bächen und Tümpeln vorbei.

Die Route führt an einigen kleinen Bächen und Tümpeln vorbei.

Bild: Saskia Ellinger

8 Talstation Karrenseilbahn Angekommen am Ausgangspunkt kann man sich bei gutem Wetter zur Erfrischung ein Bad in der Dornbirner Ach oder auch im Waldbad Enz gönnen, das sich nur wenige Minuten entfernt befindet. Oder man tritt den wohlverdienten Heimweg an.

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