Waldbrände im Thurgau und in Graubünden

FRUTHWILEN/CELERINA. Das sommerliche Wetter der vergangenen Tage fordert seinen Tribut. Wegen der anhaltenden Trockenperiode ist es am Freitag im thurgauischen Fruthwilen und in Celerina im Engadin zu Waldbränden gekommen.

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Mit Helikoptern werden die Flammen im schwer zugänglichen Gebiet in Celerina bekämpft. (Bild: Kapo GR)

Mit Helikoptern werden die Flammen im schwer zugänglichen Gebiet in Celerina bekämpft. (Bild: Kapo GR)

Mehrere Personen entdeckten gegen 15.50 Uhr Rauch, der aus einem Wald rund 500 Meter östlich von Fruthwilen drang, und schlugen Alarm. Beim Eintreffen der Feuerwehr Ermatingen hatte sich der Brand auf einer Fläche von rund 40 Quadratmetern ausgebreitet. Das Feuer wurde gemäss Mitteilung der Kantonspolizei Thurgau rasch unter Kontrolle gebracht. Verletzt wurde niemand, der Sachschaden wird als gering eingestuft. Die Brandursache ist derzeit noch unklar.

Für den Waldbrand in Celerina hat die Kantonspolizei Graubünden die Ursache möglicherweise bereits gefunden. Vermutet wird gemäss Medienmitteilung, dass jemand Raucherwaren aus der Gondelbahn geworfen hat, die das Feuer entfachten. Der Brand brach um die Mittagszeit in einem schwer zugänglichen, steilen Gebiet aus. Erst am Abend gelang es der Feuerwehr, den Brand zu löschen. Im Einsatz waren sechzig Feuerwehrleute und drei Helikopter. Zum Löschen wurden auch die Beschneiungsleitungen des Skigebietes Corviglia gebraucht. Diese wurden mit Wasser gefüllt. Anschliessend konnten die Löschhelikopter an den Leitungen betankt wurden. Der Brand breitete sich auf rund 2000 Quadratmetern aus.

Über das Gebiet führt die Gondelbahn Celerina-Marguns. Kurz nach dem Ausbruch des Feuers wurden alle Gondeln in die Tal- und Bergstation gefahren. Das Seil lief ohne Gondeln weiter, um eine Überhitzung zu vermeiden. Auch die Skipiste nach Celerina musste geschlossen werden. Am Samstag soll wieder Normalbetrieb herrschen.

Der Kanton Graubünden hat bereits anfangs April wegen der anhaltenden Trockenheit ein Verbot für Feuer im Wald und in Waldnähe erlassen. Im Kanton Thurgau dürfen derzeit im Wald keine offenen Feuer gemacht werden. Grillen in bestehenden fixen Feuerstellen ist jedoch noch erlaubt. (kapo/sg/sda)

In Celerina brannte es unterhalb der Gondelbahn-Strecke. (Bild: Kapo GR)

In Celerina brannte es unterhalb der Gondelbahn-Strecke. (Bild: Kapo GR)

Mit Helikoptern werden die Flammen im schwer zugänglichen Gebiet in Celerina bekämpft. (Bild: Kapo GR)

Mit Helikoptern werden die Flammen im schwer zugänglichen Gebiet in Celerina bekämpft. (Bild: Kapo GR)