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WAHLEN: Neue Wirren um Spitalverwaltungsrat

Vor Wechseln im Verwaltungsrat der St. Galler Spitalverbunde gibt es regelmässig Nebengeräusche. Wie viel Gewicht der aktuelle Widerstand gegen Andrea Hornstein hat, zeigt sich kommende Woche.

Wahlen in den Spitalverwaltungsrat haben es in sich. Je­denfalls im Kanton St. Gallen. Geräuschlos ging in den vergangenen Jahren keine einzige Personalie über die Bühne. So auch jetzt, wo eine Doppelvakanz besteht und neue Verwaltungsräte zu wählen sind.

Mitte Jahr scheidet Guido Sutter als Verwaltungsratspräsident aus; die Geschäfte übernimmt Felix Sennhauser, ärztlicher Direktor am Universitätskinderspital Zürich und bereits seit über zehn Jahren Verwaltungsrat der St. Galler Spitalverbunde. Auf das Duo Sutter/Sennhauser hatten sich Regierung und Fraktionschefs geeinigt, nachdem die von der Regierung fürs Präsidium vorgeschlagene Person bei den Fraktionen keine Gnade gefunden hatte. Die heftige Kritik machte damals deutlich: Regierung und Fraktionen gewichten die notwendigen Fähigkeiten eines Spitalverwaltungsrats unterschiedlich. Dies scheint heute nicht anders. Auch das Hinterfragen des regierungsrätlichen Bewerbungs- und Auswahlverfahrens erlebt eine Neuauflage. Die Regierung wählt die Mitglieder des Spitalverwaltungsrats; das Parlament kann sie lediglich genehmigen – oder eben nicht.

Kritik aus der Stadt an Verwaltungsrätin

Vor einem Monat gab die Regierung bekannt, wie sie die beiden vakanten Sitze – nebst Guido Sutter scheidet auch Monika Stalder aus dem Gremium aus – besetzen will: Sie hat Andrea Hornstein, diplomierte Pflegefachfrau und Geschäftsführerin der Spitex St. Gallen Ost, und Martin Würmli, Stadtschreiber in Zug und gebürtiger Stadtsanktgaller, als Spitalverwaltungsräte gewählt. Das Kantonsparlament segnet sie in der anstehenden Februarsession ab. Die Fraktionen haben sich zu den beiden Personalien noch nicht geäussert; sie führen ihre Hearings mit Hornstein und Würmli erst am Montagmorgen durch. Doch bereits ist durchgesickert: Es wird kein Spaziergang für die beiden Spitalverwaltungsräte. So soll auch die Regierung die beiden instruiert haben, sich wirklich gut auf die Hearings vorzubereiten.

Auch wenn es offiziell niemand bestätigen will: In der Kritik steht vor allem Andrea Hornstein. Die St. Galler Stadtparlamentarierin ist Mitglied der Politischen Frauengruppe und hat sich kürzlich mit der Forderung eines arbeitsfreien 8. März exponiert; die Frauen in der Stadtverwaltung sollen am internationalen Frauentag nicht arbeiten müssen. Kritisch zu Andrea Hornstein sollen sich denn auch vor allem Kantonsräte aus der Stadt St. Gallen geäussert haben.

Das wirft Fragen auf: Geht es einzig darum, eine linke Frau zu verhindern? Oder gibt es um konkrete und ernsthafte Mankos, die daran zweifeln lassen, dass An­drea Hornstein der Aufgabe als Spitalverwaltungsrätin gewachsen wäre? Die Antworten gibt das Kantonsparlament am Montagnachmittag.

Regula Weik

regula.weik

@tagblatt.ch

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