Waffen, Drogen und Falschgeld

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St. Gallen ist eine Museumsstadt. Kaum bekannt ist, dass es hier auch ein mit Hingabe gepflegtes Kriminalmuseum gibt. Im Klosterhof 12, im obersten Stock des Regierungsgebäudes, lassen sich auf 100 Quadratmetern Waffen, Drogen, Masken und Einbruchswerkzeuge aus drei Jahrhunderten begutachten. Hier ist alles echt, auch das gefälschte Nummernschild, das Falschgeld und der aufgebrochene Tresor. Dazu gibt es Fotos und detaillierte Beschreibungen von spektakulären, längst vergessenen oder gänzlich unbekannten Kriminalfällen. Zu den Attraktionen zählt ein Original-Bancomat, an welchem die Methoden der Kriminellen vorgeführt werden. Erhellende Einblicke gibt es auch in die Polizeiarbeit der vergangenen 200 Jahre. Führungen durch das 1966 gegründete und 2012 erneuerte Museum gibt es nur für Gruppen und auf Anfrage (unter der Telefonnummer 058 229 38 46). Für den Familienausflug ist das Kriminalmuseum weniger geeignet: Personen unter 18 Jahren haben keinen Zutritt. (ar)