Vorzeitiges Saisonende wegen Corona-Virus: St.Galler Skigebiete stellen den Betrieb ein

Nachdem am Freitagnachmittag die Regierung im Bündnerland entschieden hatte, den Betrieb per sofort einzustellen, zogen am Abend auch Ostschweizer Bahnbetreiber nach. Damit nimmt die diesjährige Skisaison abrupt ein Ende.

Regula Weik
Drucken
Teilen
Die letzte Fahrt dieser Saison: Die St.Galler Skigebiete stellen den Betrieb per sofort ein.

Die letzte Fahrt dieser Saison: Die St.Galler Skigebiete stellen den Betrieb per sofort ein.

Bild: Benjamin Manser

Wer durchkommt, wird zunächst allerorten vertröstet. «Wir sind in Abklärung mit dem Kanton.» «Die Verantwortlichen halten gerade eine ausserordentliche Sitzung ab.» «Wir warten auf die Umsetzungsanweisung des Kantons.»

Im Bündnerland hatte die Regierung am Freitagnachmittag zunächst den Betrieb noch bis Sonntagabend erlaubt, diesen Entscheid am Abend dann aber rückgängig gemacht.

Die angefragten Bergbahnbetreiber im Toggenburg, am Pizol und in den Flumserbergen waren sich am Freitagnachmittag einig: Ab Montag ist ausgefahren, dann stehen die Lifte und Bahnen still. Das sei völlig klar und unbestritten. Darüber müsse nicht diskutiert werden. Doch es treibt sie die Frage um: Müssen sie den Betrieb sofort dicht machen? So wie im Bündnerland?

Am späten Abend doch noch umentschieden

In St.Gallen hiess es zuerst, die Skigebiete dürften am Samstag ihre Anlagen noch laufen lassen. Definitiv entscheiden werde die Regierung an einer ausserordentlichen Sitzung am Samstag. Doch am späten Freitagabend kam es dann doch anders: «Saisonschluss per Freitag, 13. März. Der Betrieb wird per sofort eingestellt. Alle Anlagen und Gastronomiebetriebe bleiben geschlossen», heisst es auf den Homepages der Bahnverantwortlichen.

Damit nimmt die diesjährige Skisaison abrupt ein Ende. Der Winter hat sich eh schon längst aus dem Staub gemacht.