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VORWÜRFE: Spital Wil wimmelt besorgten Mann ab

Ein Mann aus Rickenbach bei Wil richtet Vorwürfe an das Spital in Wil. Er hatte seine zuckerkranke Frau regungslos vorgefunden und das Spital angerufen - dort reagierte man aber erst, als der Mann insistierte.
Wer im Notfall direkt das Spital statt den Notruf kontaktiert, verliert möglicherweise wertvolle Zeit. (Bild: Hanspeter Schiess)

Wer im Notfall direkt das Spital statt den Notruf kontaktiert, verliert möglicherweise wertvolle Zeit. (Bild: Hanspeter Schiess)

RICKENBACH BEI WIL. "Es ging um Leben und Tod, Kantonsgrenzen hin oder her. Was soll dieses bürokratische Getue?" Diese Frage stellt ein in Rickenbach bei Wil wohnhafter Mann in "20 Minuten". Er ärgert sich darüber, dass das Spital Wil ihn zunächst abwimmelte, als er wegen seiner regungslos daliegenden Frau Alarm schlug.

Seine Frau leide schon lange an Diabetes, berichtet der Mann gegenüber dem Pendlerblatt. Sie müsse sich deshalb regelmässig Insulin spritzen. Eines Nachts habe sie an akuter Unterzuckerung gelitten, was lebensgefährlich sei. Nachdem ihr Mann sie regungslos vorgefunden hatte, rief er das Spital in Wil an. Dort beschied man ihm allerdings, nicht zuständig zu sein, da das Paar im Kanton Thurgau wohne - er solle sich an das Spital in Frauenfeld wenden.

Erst nachdem er mehrere Minuten vertröstet worden sei, habe das Spital Wil schliesslich doch noch jemanden losgeschickt, sagt der Mann gemäss "20 Minuten" weiter. "Was, wenn meine Frau gestorben wäre, nur weil sich niemand verantwortlich gefühlt hat?" In einem solchen Notfall zähle schliesslich jede Minute.

Gegenüber "20 Minuten" hielt Christof Geigerseder, Leiter Notfallmedizin des Spitals Wil, fest, das Spital hole keine Personen daheim oder an einem Notfallort ab. Der Anrufer werde in der Regel gebeten, via die Nummer 144 den Notruf zu kontaktieren - und der sei kantonal geregelt. Sämtliche Anrufe aus dem Thurgau - also auch jene aus Rickenbach bei Wil - gingen an die Kantonale Notrufzentrale in Frauenfeld. In der Folge komme die Rettung je nach Einschätzung des zuständigen Disponenten aus dem eigenen oder dem Nachbarkanton - im vorliegenden Fall aus St.Gallen. (pd/red.)

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