Vorwürfe gegen St. Galler Sicherheitsfirma

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Arbeitsbedingungen Die St. Galler Sicherheitsfirma Verkehrsüberwachung Schweiz (VüCH) wird von ehemaligen Mitarbeitern scharf kritisiert: Das Unternehmen verletze die Regelungen über die Ruhezeiten, sagen sie gegenüber dem «Sonntags-Blick». So sei einer der Mitarbeiter nach einem mehrstündigen Nachteinsatz, der bis morgens um 5 Uhr gedauert habe, bereits um 10 Uhr wieder im Einsatz gestanden. «Die Ruhe- und Maximalarbeitszeiten werden bei der Firma nicht eingehalten», halten die Ex-Mitarbeiter fest – und belegen dies laut «Sonntags-Blick» mit ihren Stundenabrechnungen. Die Firma erfüllt unter anderem Aufträge des Kantons St. Gallen. So bewacht sie beispielsweise Asylzentren. Die Leistungsvereinbarung mit dem Kanton sieht ein Stundenhonorar von 37 Franken vor. Die Konkurrenzfirma Securitas bezeichnet diesen Ansatz als «auffällig günstig».

Martin Haueter von der VüCH sagt: «Bei der Erstellung der Angebote berücksichtigen wir die betriebswirtschaftlichen Aspekte, die Mindeststandards des Gesamtarbeitsvertrags sowie die Entwicklungsstrategie des Unternehmens.» Zu den arbeitsrechtlichen Vorwürfen wollte sich die Firma gemäss «Sonntags-Blick» nicht äussern. (red)