Von Disentis auf den Rosenberg

Der Universitätsrat hat Bruno Hensler zum neuen Direktor der HSG gewählt. Der derzeitige Rektor des Gymnasiums und Internats Kloster Disentis tritt die Stelle Anfang Februar 2017 an – als Nachfolger von Markus Brönnimann.

Marion Loher
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Bruno Hensler Frisch gewählter Verwaltungsdirektor der Universität St. Gallen (Bild: pd)

Bruno Hensler Frisch gewählter Verwaltungsdirektor der Universität St. Gallen (Bild: pd)

ST. GALLEN. Seit über acht Monaten ist der Direktorenposten der Universität St. Gallen interimistisch besetzt. Stefan Schneider, stellvertretender Direktor und Leiter Finanzen, hat ihn Ende September 2015 übernommen, als der damalige Verwaltungsdirektor Markus Brönnimann zurücktrat. Und Stefan Schneider wird die HSG nochmals so lange wie bisher interimistisch weiterführen. Der neue Direktor tritt seine Stelle erst in acht Monaten an, am 1. Februar 2017.

Neuer Direktor war an der HSG

Auf Antrag des Senats hat der Universitätsrat Bruno Hensler zum neuen HSG-Direktor gewählt. Hensler ist seit 2011 Rektor des Gymnasiums und Internats Kloster Disentis und in dieser Funktion auch Mitglied der Geschäftsleitung, wie die HSG mitteilt.

Dem 47-Jährigen ist die Stadt St. Gallen, der Rosenberg und die Uni nicht fremd. Er verfügt über ein betriebswirtschaftliches Studium mit anschliessendem Doktorat der Wirtschaftswissenschaften an der Universität St. Gallen. Zusätzliche Kompetenzen im pädagogischen Bereich habe er ergänzend zu seiner Lehrtätigkeit mit dem Erwerb des Wirtschaftspädagogik-Diploms an der HSG erlangt, heisst es in der Mitteilung weiter. Wegen seiner Erfahrung, der breiten Ausbildung sowie des akademischen Hintergrunds sei Hensler bestens gerüstet für die Herausforderungen einer modernen Verwaltung und eines akademischen Umfelds.

Der frisch gewählte HSG-Direktor ist verheiratet und Vater von zwei Kindern. Er werde mit seiner Familie in die Region ziehen, schreibt die HSG.

50 Personen bewarben sich

Der Rücktritt des damaligen Verwaltungsdirektors Markus Brönnimann kam ziemlich überraschend. Ausschlaggebend soll eine «Veränderung der Strukturen» gewesen sein (Ausgabe vom 16. September 2015). Es hiess, man wolle die Führung der Universität sowie die Verantwortlichkeiten im Rektorat und in der Verwaltung neu regeln. Da sich «im Prozess der Neuregelung eine weniger zentralisierte Lösung» für die Leitung der Verwaltung abzeichnete, habe Brönnimann entschieden, sich beruflich neu zu orientieren. Im Rahmen der Nachfolgeregelung hat die Universitätsleitung das Stellenprofil neu definiert. Die akademischen Servicedienste, etwa der internationale Austauschdienst, sind neu den Prorektoren unterstellt, wie Rektor Thomas Bieger sagt. So könne sich der Direktor künftig voll auf die Kernverwaltung konzentrieren.

Die Direktorenstelle wurde Anfang Jahr ausgeschrieben, worauf 50 Bewerbungen eingingen. Acht wurden einer vertieften Beurteilung unterzogen, drei davon kamen in die engere Auswahl. Das Rennen machte letztlich Bruno Hensler.