Von der Stube auf die TV-Bühne

Im Jugendtreff Horn erlebte Michel Andre Stalder zum ersten Mal Breakdancer. Nach ausgiebigem Training daheim verdient er mittlerweile sein Geld damit. «Die grössten Schweizer Talente»: Er möchte mit seiner Crew dazugehören.

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Im Jugendtreff Horn erlebte Michel Andre Stalder zum ersten Mal Breakdancer. Nach ausgiebigem Training daheim verdient er mittlerweile sein Geld damit. «Die grössten Schweizer Talente»: Er möchte mit seiner Crew dazugehören.

Tische, Stühle, Polstergruppen: Alles, was Michel Andre Stalder in der Stube zu Hause im Weg war, musste weichen, wenn er als Jugendlicher Breakdance trainieren wollte. «Nicht zur Freude meiner Mutter, weil hie und da halt auch etwas kaputt ging», lacht der 23-Jährige.

Mit seinen Kollegen der Ghost Rockz Crew – darunter ist auch der St. Galler Son Le – wird Stalder am Vorab-Casting für die neue TV-Show «Die grössten Schweizer Talente» teilnehmen. Zum Mitmachen motiviert wurden die Breakdancer von Kollegen. Stalder betrachtet die Show als eine gute Möglichkeit, zu zeigen, was die Breakdance-Truppe kann und was möglich ist, wenn Angehörige verschiedener Nationalitäten zusammenarbeiten.

Oft unterwegs

Zur Ghost Rockz Crew gehören neben den zwei Ostschweizern zwölf weitere Mitglieder aus den Kantonen Schaffhausen, Zürich und Aargau. Stalder trat der Breakdance-Truppe 2008 bei. Wird ein neues Programm vorbereitet, treffen sich die jungen Männer oft in Zürich, um gemeinsam zu proben. Ansonsten trainiert jeder selber. Fast jedes Wochenende bestreitet die Truppe Turnier- und weitere Breakdance-Auftritte – in ganz Europa. «Es gibt keine eigentlichen Regeln beim Breakdancen.

Man ist frei, anders als etwa beim Eiskunstlaufen, wo eine gewisse Anzahl Pirouetten vorgeschrieben ist», erklärt Michel Andre Stalder. Mit dem Breakdance-Virus infiziert wurde er vor Jahren im Jugendtreff Horn, wo er zum ersten Mal Breakdancern begegnete.

Eine eigene Tanzschule

Stalder faszinieren die Musik und das Gefühl, «beim Breakdancen teils förmlich zu fliegen». Mittlerweile verdient er – wie auch andere Mitglieder der Crew – sein Geld mit Breakdancen.

Der gelernte Anlagen- und Apparatebauer unterrichtet Breakdance und Hip-Hop an Tanzschulen. Eine Schule in St. Gallen gehört ihm selbst. Andere Mitglieder der Breakdance-Gruppe arbeiten nach wie vor in ihren angestammten Berufen. «Wir haben auch einen Banker und einen Kantinenchef dabei», sagt Stalder. Daniel Walt