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Vom Konzentrationslager nach St. Gallen

Am 5. Februar 1945 machte sich ein Zug mit 1200 Jüdinnen und Juden aus dem Konzentrationslager Theresienstadt auf den Weg nach St. Gallen. Er kam zwei Tage später in St. Fiden an. Alt Bundesrat Jean-Marie Musy und SS-Reichsführer Heinrich Himmler hatten die Freilassung ausgehandelt. Himmler dürfte sich von der Aktion erhofft haben, den Ruf der Nationalsozialisten bei den Alliierten zu verbessern. Einige Gefangene weigerten sich, die Reise anzutreten – sie befürchteten, der Zug würde in die Vernichtungslager im Osten fahren. Den Anstoss für die Rettung hatten Recha und Isaac Sternbuch gegeben. Das jüdische Ehepaar lebte bis Ende der 1930er-Jahre in St. Gallen und setzte sich für die Fluchthilfe ein. Die Flüchtlinge blieben nur wenige Tage in der Stadt, bevor sie in sogenannte Quarantänelager kamen. Die allermeisten mussten die Schweiz nach dem Krieg verlassen. (kbr)

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