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VIRUS: Füchse an Staupe erkrankt - Hundehalter sollten aufpassen

Die Viruserkrankung Staupe ist neulich in Fuchskadavern nachgewiesen worden. Vor einigen Jahren dezimierte die Krankheit den Fuchsbestand im Kanton St.Gallen stark.
Jonas Manser
Kürzlich wurde bei toten Füchsen der Staupevirus festgestellt. (Bild: Artem Merzlenko)

Kürzlich wurde bei toten Füchsen der Staupevirus festgestellt. (Bild: Artem Merzlenko)

Jonas Manser

jonas.manser@tagblatt.ch

Jäger im Fürstentum Liechtenstein melden: Unter den Füchsen grassiert das Staupe-Virus. Das Virus ist vereinzelt in Fuchskadavern nachgewiesen worden, wie die Nachrichtenagentur SDA berichtet. Erste Anzeichen der Staupe-Infektionen wurden bei Liechtensteiner Tieren bereits im vergangenen Herbst beobachtet, wie das Amt für Lebensmittelkontrolle und Veterinärwesen mitteilte. Weitere Beobachtungen von Jägern wurden durch jüngste Sektionsbefunde und virologische Untersuchungsergebnisse bestätigt.

Keine Meldungen eingegangen

Die Meldung aus dem Nachbarland besorgt die Schweizer Behörden nur bedingt. «Die Staupe ist bei uns im Kanton nicht akut», sagt Markus Brülisauer, Fachbereich Jagd des Amtes für Jagd und Fischerei des Kantons St.Gallen (ANJF). Bisher seien im St.-Gallischen noch keine Meldungen von den Wildhütern und der Jagdgesellschaft zur Viruserkrankung eingegangen. Die Staupe komme und gehe, sagt Brülisauer, sie werde alle paar Jahre bei Füchsen beobachtet. Im vergangenen Jahr sei nur ein Fall von Staupe im System eingetragen. «Vor einigen Jahren war der Kanton allerdings von einer Epidemie befallen», sagt Brülisauer.

Tatsächlich grassierte die Krankheit von 2008 bis 2011 im Kanton und hatte grosse Einwirkung auf den Fuchsbestand: Mit 1707 erlegten und 731 aus anderen Gründen tot aufgefundenen Füchsen war die Zahl verendeter Füchse so hoch wie seit 1989 nicht mehr. 2010 waren es beträchtliche 109 Füchse, die an Staupe verendeten. Ein Jahr später waren es nur noch sieben Meldungen – die Krankheitswelle ebbte ab, die Population konnte sich wieder erholen. Die Staupe kann bei den Füchsen jedoch nicht ausgerottet werden: Erkrankte Tiere geraten in Kontakt mit ihren Artgenossen, das Virus breitet sich aus. Die Fuchspopulation wird kleiner, folglich verringert sich auch der Kontakt – ein sich ständig wiederholender Kreislauf, erklärt Markus Brülis­auer. Für Menschen besteht jedoch keine Gefahr. «Betroffen sind Karnivore, übertragen wird sie durch direkten Tierkontakt», erklärt Albert Fritsche, St.Galler Kantonstierarzt.

Hunde können angesteckt werden

So können auch Hunde angesteckt werden, kommen sie mit den Füchsen in Berührung. An Staupe erkrankte Tiere leiden an hohem Fieber und Abgeschlagenheit. Je nach befallenem Organsystem treten Durchfall und Erbrechen oder Atemwegserkrankungen auf. Im weiteren Verlauf kann es bei den Tieren zu einer Schädigung des Gehirns und des Nervensystems kommen. Seit den 1960er-Jahren ist jedoch ein Impfstoff vorhanden, mit welchem Hunde jährlich geimpft werden sollten. «Für Jagdhunde sicher ein Muss», sagt Fritsche. Hundehalter sollten ihre Tiere im Freien nicht unbeaufsichtigt lassen und den Kontakt zu lebenden und toten Füchsen vermeiden.

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