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In Horn bekämpften vierzig Mann einen Ölfleck

Ein Ölfilm bedeckte am Sonntag einen Drittel der Wasseroberfläche im Hafen West. Aufgeboten wurden Polizei, Seepolizei, Feuerwehr, Ölwehr und Amt für Umwelt.
Thomas Wunderlin
Die Ölwehr holt den ausgelaufenen Diesel aus dem Horner Hafen West. (Bild: BRK News)

Die Ölwehr holt den ausgelaufenen Diesel aus dem Horner Hafen West. (Bild: BRK News)

Der Hafenmeister bemerkte ­einen Ölfilm im Horner Hafen West. Der Film war so dünn, dass er kaum zu fotografieren war, wie die Bilder zeigen, welche die Feuerwehr Horn online stellte. Der Diesel bedeckte rund einen Drittel der Hafenfläche, sagt Claudio Forster, Einsatzleiter der Feuerwehr Horn, von der zehn Mann zum Hafen aufgeboten wurden. «Weniger als ein halber Liter», schätzt Andy Theler, Mediensprecher der Kantonspolizei Thurgau, die ausgelaufene Menge.

Unvorsichtig mit Diesel hantiert

Der Alarm erging am Sonntagmittag um Viertel vor zwölf Uhr. Vor der Feuerwehr war die Kantonspolizei da. Dann kamen die Ölwehr der Feuerwehr Romanshorn mit weiteren zwanzig Mann, die Seepolizei Romanshorn und das Amt für Umwelt. Rund vierzig Mann waren laut Theler am Ende vor Ort, weil jemand «unvorsichtig mit Diesel hantiert oder einen technischen Defekt nicht erkannt hat».

Die Ölwehr legte Vlies auf der Wasseroberfläche aus und saugte damit den Diesel ab. Auch ­Ölsperren wurden gelegt. Die Herkunft des Diesels konnte auf einige Stegplätze eingegrenzt werden. Vermutlich stammt er von einem Boot, das üblicherweise in diesem Bereich liegt oder vorübergehend dort gestanden ist. Die Ermittlungen laufen. ­

Diesen Sommer sind bisher laut Theler vier Meldungen über Öl- oder Benzinspuren in Thurgauer Häfen eingegangen; im Sommer 2017 waren es fünf.

In vier von neun Fällen muss nichts getan werden

In diesen neun Fällen ist die Seepolizei ausgerückt, hat die Situation begutachtet und entweder mit eigenen Mitteln oder zusammen mit den Seeölwehrstützpunkten in Steckborn, Kreuzlingen und Romanshorn Ölsperren oder Vlies eingesetzt. Viermal wurden aufgrund der sehr geringen Menge Benzin keine Massnahmen ergriffen.

Die Feuerwehren der drei See-Ölwehrstützpunkte verfügen über einen eigenen Ölwehrzug. Bei Grossereignissen kommt die kantonale Ölwehr der Seepolizei zum Einsatz; diese musste laut Theler «zum Glück schon seit Jahren nicht mehr ausrücken». Die kantonale Ölwehr ist dabei, ihre Flotte zu ersetzen. Zwischen 2017 und 2019 werden drei neue ­Ölwehrschiffe zum Stückpreis von rund 200000 Franken beschafft, die den See-Ölwehrstützpunkten zugeteilt werden.

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