Viel entspannter über die Grenze pendeln

SCHAAN. Noch spielt bei den Pendlern zu den Arbeitsplätzen nach Liechtenstein das private Auto eine dominierende Rolle. Mit dem Projekt «Alpstar» werden die Pendler motiviert, auf die öffentlichen Verkehrsmittel umzusteigen.

Drucken
Teilen

SCHAAN. Noch spielt bei den Pendlern zu den Arbeitsplätzen nach Liechtenstein das private Auto eine dominierende Rolle. Mit dem Projekt «Alpstar» werden die Pendler motiviert, auf die öffentlichen Verkehrsmittel umzusteigen.

Über 19 000 Pendler fahren zur Arbeit nach Liechtenstein. Knapp 10 000 sind es aus der Schweiz, über 8000 aus Vorarlberg. Der überwiegende Anteil kommt mit dem privaten Auto. Mit dem Projekt «Alpstar», das die grenzüberschreitende Mobilität mit den öffentlichen Verkehrsmitteln im gesamten Alpenraum fördert, verfolgen St. Gallen, Vorarlberg und Liechtenstein gemeinsam das Ziel, die Pendler zum Umsteigen auf die öffentlichen Verkehrsmittel zu motivieren.

Unter den Motivationsmassnahmen befinden sich ein neues Tarifsystem und ein neuer Fahrplan, welche helfen, Zeit und Geld einzusparen. Zentraler Schwerpunkt dabei ist die bessere Abstimmung der grenzüberschreitenden Verbindungen. Aus Sicht des Kantons St. Gallen hob Erwin Selva, Mitarbeiter beim Amt für öffentlichen Verkehr, zusätzlich die Erweiterung des Bahnangebotes sowie die optimale Abstimmung der Fahrpläne für Bus und Bahn hervor. Die S-Bahn St. Gallen bringe mehr und schnellere Verbindungen, sagte Selva und unterstrich, dass nur ein attraktives Angebot die Pendler dazu bewegen könne, vermehrt die öffentlichen Verkehrsmittel zu benützen. Die Fahrzeiten der S-Bahn wurden mit LIEmobil abgestimmt. Mit dem Fahrplanwechsel sind grenzüberschreitende Ostwind-Fahrausweise zudem auch in Liechtenstein erhältlich, was den Wechsel zusätzlich erleichtert. Konkret bedient eine Buslinie aus Vorarlberg die Industriezone Schaan, während von Schweizer Seite das Zentrum Vaduz von der S-Bahn-Haltestelle Sevelen in wenigen Minuten erreichbar ist.

Beim Pilotprojekt «Alpstar» im Alpenrheintal spielt die Firma Hilti eine bedeutende Rolle. Über zwei Drittel der Hilti-Belegschaft sind Pendler aus der Schweiz und Österreich, wobei ein überwiegender Teil mit dem Auto zupendelt. Hilti will seine Mitarbeitenden vermehrt zum Umsteigen auf Bus und Bahn bewegen – und damit ein wichtiges Signal an andere Unternehmen aussenden. (G. M.)

Aktuelle Nachrichten