Versichert gegen Schäden

Unter Wasser stehende Keller, verschlammte Wohnungen und Matsch, den die Feuerwehrmänner aus den Räumen herauspumpen. Zurück bleiben kaputte Spannteppiche und Tapeten. Schäden, wie sie die Unwetter der vergangenen Tage angerichtet haben.

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Schläuche saugen Matsch aus einem überfluteten Keller. (Bild: ky)

Schläuche saugen Matsch aus einem überfluteten Keller. (Bild: ky)

Unter Wasser stehende Keller, verschlammte Wohnungen und Matsch, den die Feuerwehrmänner aus den Räumen herauspumpen. Zurück bleiben kaputte Spannteppiche und Tapeten. Schäden, wie sie die Unwetter der vergangenen Tage angerichtet haben. Für die anfallenden Kosten müssen aber nicht die Bewohner aufkommen, sondern kantonale Gebäudeversicherungen.

Wasserschäden und Hagel

«In den vergangenen Jahren sind durch Unwetter im Durchschnitt 20 Millionen Franken pro Jahr angefallen», sagt Renato Resegatti, Direktor der Gebäudeversicherungsanstalt des Kantons St. Gallen. Seit Sonntag sind ihm 200 neue Wasserschäden alleine aus den östlichen Teilen der Stadt St. Gallen Richtung Wittenbach bekannt, bis zu 50 Fälle aus den westlichen Bezirken Richtung Abtwil und Winkeln sowie dem Neckertal. Im Unterrheintal, in dem es gehagelt habe, seien zudem 80 bis 100 Fälle gemeldet worden. Die Kosten schätzt Resegatti insgesamt auf 1,5 bis 2 Mio. Franken. «Nichts Aussergewöhnliches, bei starken Gewittern sind Summen bis drei Millionen Franken üblich», sagt er. Mobiliar oder Fahrzeuge seien darin aber nicht mit inbegriffen.

Notfallfonds für Härtefälle

Bei der Gebäudeversicherung Assekuranz Appenzell Ausserrhoden sind laut Richard Grüninger, Leiter Schaden- und Schätzungswesen, bisher 900 Schadensmeldungen eingegangen. «Wir rechnen mit Kosten von drei bis vier Millionen Franken», sagt er. So hoch wie bei den Unwettern im Jahr 2002, als drei Menschen bei einem Hangrutsch im Lutzenberg ums Leben kamen, seien die Kosten aber nicht.

Für besonders schwere Fälle gebe es zudem einen Notfallfonds, sagt Detlev Eberhard, Leiter der ausserrhodischen Koordinationsstelle Bevölkerungsschutz. Über die Aufteilung des Geldes entscheide eine Kantonale Fachgruppe zusammen mit der Assekuranz. (nar)