Verkohlte Leiche im Thurgau: Täter erhält 16 Jahre Freiheitsstrafe

Das Kreisgericht St. Gallen hat heute einen 37-jährigen Serben wegen Mordes an einem Landsmann verurteilt. Die Verteidigung will das Urteil weiterziehen.

Adrian Lemmenmeier-Batinić
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Die Verhandlung am St. Galler Kreisgericht fand im Saal des Kantonsgerichts statt.

Die Verhandlung am St. Galler Kreisgericht fand im Saal des Kantonsgerichts statt.

Bild: Rainer Bolliger

16 Jahre Freiheitsstrafe wegen Mordes. Das St. Galler Kreisgericht sah es als erwiesen an, dass der Beschuldigte sein Opfer, einen serbischen Kickboxer, der als Türsteher tätig war, getötet hat. Er habe seine Tat geplant und skrupellos durchgeführt. Die Indizien würden an der Schuld des 37-Jährigen keine Zweifel lassen, so das Gericht. Der Mann hatte Geldschulden beim Opfer. Dieser Schuld habe er entgehen wollen – und seinen Bekannten deshalb umgebracht. Die Leiche des Opfers wurde in einem Waldstück im Thurgau verbrannt.

Der serbische Staatsbürger wird ausserdem für 15 Jahre des Landes verwiesen. Wegen rechtswidrigen Aufenthalts in der Schweiz wird er zu einer Geldstrafe von 90 Tagessätzen verurteilt. Von zwei weiteren Vorwürfen des Diebstahls wird er freigesprochen.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Die Verteidigung hat angekündigt, den Entscheid an die nächste Instanz weiterzuziehen. Während der Verhandlung verfolgte sie die These, der Beschuldigte sei ein Bauernopfer des organisierten Verbrechens. Auch kritisierte sie die Ermittlungen der Strafverfolgungsbehörden als einseitig, ja teils rechtswidrig. Eine Ansicht, die das Kreisgericht nicht teilte.