VERKEHR: Stadtautobahn soll Priorität haben

Der Präsident der Ostschweizer TCS-Sektion sieht die Region im Nachteil. Er fordert Politiker auf, sich auf Bundesebene stärker zu engagieren.

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«Für uns liegt Liechtenstein nicht im Ausland», sagte TCS-Sektionspräsident Luigi R. Rossi. Immerhin seien über 2500 Liechtensteinerinnen und Liechtensteiner Mitglied der TCS- Regionalgruppe Sargans-Werdenberg-Liechtenstein. Am Samstag trafen sich im liechtensteinischen Schaan über 150 Delegierte zur 58. Versammlung der TCS-Sektion St. Gallen-Appenzell Innerrhoden. Auch Daniel Hilti, Gemeindevorsteher von Schaan, betonte die gut funktionierende Zusammenarbeit über die Grenze hinweg. Der St. Galler Regierungsrat Bruno Damann versprach in seiner Ansprache, dass das ÖV- und das Strassenbauprogramm gleichzeitig und gleichberechtigt vorangetrieben würden. Die Erreichbarkeit sicherzustellen und die Engpässe zu beseitigen, sei wirtschaftlich notwendig. «Im Juni wird die Regierung den Beschluss zur Umsetzung der Gesamtverkehrsstrategie fassen», so Damann.

St.Gallen, Wil und Rorschach haben Priorität

TCS-Präsident Luigi R. Rossi streifte in seinem Jahresbericht die wichtigsten «Baustellen» im Kanton und beklagte einmal mehr die Benachteiligung der Ostschweiz in Verkehrsfragen. «Die Transjurane wurde kürzlich fertiggestellt, obwohl sie kaum befahren wird», stellte er fest, und auch der Ausbau des SBB-Netzes höre gemäss dem neusten Bauprogramm in Zürich auf. Rossi fordert deshalb von den Ostschweizer Politikern, dass sie gemeinsam den Druck in Bern erhöhen, «sodass auch unsere Anliegen angemessen berücksichtigt werden». Prioritäten haben für ihn die Engpassbeseitigung auf der Stadtautobahn in St. Gallen und die Autobahnanschlüsse Wil-West und Rorschach. Auf regionalpolitischer Ebene begrüsst der TCS-Präsident die Interpellation «Keine Verkehrsbehinderung auf Kantonsstrassen». Diese verlangt, dass der Verkehrsfluss auf Kantons- und Hauptstrassen nicht durch das Anlegen von Bushaltestellen auf der Strasse, durch Spurverengungen oder durch Dosier- und Pförtneranlagen eingeschränkt werden darf. (red)