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Vergessene Appenzeller

Übrigens …

Normalerweise schreibt eine Zeitung ein Korrigendum, wenn ihr ein Fehler unterlaufen ist. Ausser er ist so kompliziert wie jener in der gestrigen Ausgabe. Dann muss man etwas ausholen. «Sähe die Verkehrs­infrastruktur in der Ostschweiz anders aus, wenn es in den vergangenen 20 Jahren einen Ostschweizer Bundesrat gegeben hätte?», fragten wir den St. Galler Regierungspräsidenten Fredy Fässler. Diese Frage ist natürlich falsch. Selbstverständlich gab es Ostschweizer Bundesräte. Die Wortmeldung eines Ausserrhoder Ständerates auf Twitter ist deshalb völlig korrekt. «Hört die Ostschweiz in St. Gallen auf?», fragte er düpiert. Und weiter: «Koller, Metzler und Merz waren halt nur Appenzeller . . .»

Bei genauerem Hinsehen ist diese Sache aber nicht mehr so eindeutig. Arnold Koller? Er trat 1999 zurück. Gefühlt sind das fast 20 Jahre. Koller gilt also nicht mehr. Ruth Metzler? Die Zentralschweizerin, die es nach Appenzell verschlagen hat? Wir erinnern uns: Sie war tatsächlich Bundesrätin, sogar die jüngste seit dem Zweiten Weltkrieg. Aber sonst wissen wir nicht mehr allzu viel über sie. Ausser, dass sie für den Heimweg gern den Helikopter genommen hat. Und 2003 abgewählt wurde.

Und der dritte? Natürlich, Hans-Rudolf Merz! Zu ihm fallen uns spontan ein: Libyen-Krise, Steuerausfälle, Bündnerfleisch. Wenn wir uns anstrengen, erinnern wir uns also an alle drei. Aber warum nur so? Ist das Andenken schon verblasst? Oder sind sie uns einfach nicht als ostschweizerisch-eidgenössische Monumente im Gedächtnis geblieben? Wir wissen es nicht. Ohnehin hegen wir den Verdacht, dass es dem Twitter-Ständerat gar nicht um die Vergangenheit geht. Sondern um die Zukunft. Vielleicht wäre er ja auch gern einmal Bundesrat. Einer für die ganze Ostschweiz. Und da soll ihm niemand vor der Sonne stehen. Schon gar keine St. Galler Ständerätin. (ar)

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